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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Agrarbranche: Traumjob mit allerlei Hürden

22.02.2018

Schönemoor Um sechs Uhr morgens steht Jana Eilers im Stall. Täglich. Und der Arbeitstag der 27-Jährigen ist nach acht Stunden längst nicht beendet. Wenn die 120 Milchkühe versorgt sind, geht es im Büro weiter. Noch hat die junge Landwirtschaftsmeisterin die Unterstützung ihrer Eltern, die sich um Nachzucht und Futterproduktion kümmern. Doch eines Tages wird sich Jana allein um den Betrieb in Schönemoor kümmern müssen.

Mit den Herausforderungen, vor denen Jana Eilers und ihre jungen Berufskollegen stehen, die sich genau wie sie in schwierigen Zeiten für eine Zukunft in der Landwirtschaft entschieden haben, beschäftigt sich der Junglandwirtetag, der kommenden Montag in Stenum stattfindet (siehe Infobox). Rund 500 Junglandwirte, darunter zahlreiche Berufsschüler, erwartet Niklas Behrens, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen, der in Wildeshausen lebt.

Landwirtschaftsministerin besucht Junglandwirte

„Weiter denken – Berufsnachwuchs vor großen Herausforderungen“ ist der Junglandwirtetag Niedersachsen überschrieben, der am Montag, 26. Februar, im Hotel Backenköhler in Stenum stattfindet. Der Besuch steht allen Interessierten offen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mit einem „Get together“ beginnt die Tagung um 9.30 Uhr, bevor sie der Vorstand der Junglandwirte Niedersachsen um 10.15 Uhr offiziell eröffnet.

Grußworte und Kurzvorträge von Barbara Otte-Kinast (Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Albert Schulte to Brinke (Präsident des Landvolks Niedersachsen – Landesbauernverband) und Hubertus Paetow (Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft) schließen sich an. Um 11.50 Uhr spricht Johannes Ritz, Junglandwirt aus Kirchlinteln, zum Thema „Berufliche Zukunft eines Junglandwirts: Blick in die Glaskugel?“.

Eine Podiumsdiskussion folgt ab 12.05 Uhr, bevor der offizielle Teil des Junglandwirtetags um 13 Uhr mit einem Schlusswort ausklingt.

Zwei Jahre ist es erst her, dass sich die Junglandwirte Oldenburg neu organisiert haben. Zu ihren Vorsitzenden wählten sie Jana Eilers und Dietz Wiechers (Neerstedt). Angetreten sind beide unter anderem mit dem Ziel, Aufklärung zu betreiben – darüber, wie Lebensmittel erzeugt werden. „Wir wollen, dass mit uns gesprochen wird, nicht über uns“, betonte Wiechers am Mittwoch bei einem Treffen auf dem Hof Eilers. Dazu gehöre auch ein Stück Selbstreflexion: „Wir dürfen Kritik nicht pauschal abweisen, sondern müssen uns selbst hinterfragen“, meint Wiechers.

Verbrauchern den Wert landwirtschaftlicher Erzeugnisse bewusst zu machen, ist eine der Herausforderungen, vor denen die Jungbauern stehen. Doch es gibt noch eine Vielzahl mehr: Klimawandel, Nährstoffproblematik, Preisverfall, ausufernde Bürokratie und fehlende Planungssicherheit sind nur einige Aspekte. Letztere beschäftigt die jungen Landwirte enorm. „Wir können als Familienbetriebe nicht alle eineinhalb Jahre den Hebel komplett rumreißen, um alle Forderungen aus der Politik und verschiedenen Teilen der Gesellschaft zu erfüllen“, so Niklas Behrens.

Aus Sicht der Junglandwirte ist ein Umdenken auf beiden Seiten erforderlich – bei Erzeugern und Verbrauchern. Gegen Scheuklappendenken und Dogmen wie „Nur Bio ist gut“ wehren sie sich und raten, den Blick eher auf regionale Produktion zu richten.

Bei allen Schwierigkeiten, mit denen ihre Branche konfrontiert ist: Die Junglandwirte haben ihren Traumjob gefunden. „Es ist ein Beruf, der essenziell ist“, meint Niklas Behrens. „Wir sind an unseren Boden und an die Natur gebunden – das erdet. Mit Big Data können wir da nichts werden.“ Auch die Pflege der Familientradition und die Nähe zur Familie, das selbstbestimmte Arbeiten und die Vielfalt der Tätigkeiten auf dem Hof motivieren die Junglandwirte, jeden Morgen wieder in aller Frühe im Stall oder auf dem Acker zu stehen.

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Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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