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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Ärger mit Nachbarn vorprogrammiert“

30.01.2019

Schönemoor /Ganderkesee Auf ein Neues in Altengraben: Das geplante Baugebiet westlich der Straße Zum Altengraben in Schönemoor steht an diesem Donnerstag, 31. Januar, im Ausschuss für Gemeindeentwicklung wieder zur Debatte. Wenn nichts Überraschendes geschieht, wird der umstrittene Bebauungsplan Nr. 249 in der Sitzung, die um 18 Uhr im Rathaus beginnt, mit der Mehrheit der beiden großen Fraktionen CDU und SPD auf den Weg gebracht.

So weit war der Fachausschuss auch Ende November schon einmal, doch vor dem endgültigen Beschluss in der Dezember-Sitzung des Gemeinderates wurde der Bebauungsplan wieder von der Tagesordnung genommen. Wegen einer neuerlichen Änderung (Verschiebung der Baugrenze im Westen des Planbereichs) konnten bis 4. Januar noch weitere Stellungnahmen eingereicht werden.

Wo überall gebaut werden soll

Mehrere Bebauungspläne stehen im Ausschuss für Gemeindeentwicklung auf der Tagesordnung. Neben dem Gebiet in Altengraben geht es um den B-Plan 248 „südlich Nutzhorner Straße, westlich Sahrener Weg“, wo der ansässige Baustoffhandel sich erweitern möchte. In Bookholzberg muss der B-Plan 242 „Bargup“ angepasst werden, um Mehrfamilien- und Reihenhäuser zu ermöglichen. In Elmeloh soll der B-Plan 253 „nördlich Elmeloher Straße, westlich Am Holz“ neue Bauplätze bereitstellen. Und in Ganderkesee geht es um die Bebauung von Hintergrund­stücken im Bereich Cranachstraße/Mackensenstraße/Overbeckstraße.

16 Grundstücke sieht die Planung auf der bisher unbebauten Westseite der Straße Zum Altengraben vor, auf zweien am Südrand des Baugebietes sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Anrainer laufen seit dem vergangenen Frühjahr Sturm gegen die Pläne der Gemeinde, fanden aber mit ihrem Protest nur bei den kleineren Fraktionen teilweise Gehör: Grüne, FDP, Freie Wähler und UWG lehnten den Plan zuletzt ab.

Besonders umstritten ist die Bewertung eines landwirtschaftlichen Betriebes, der unmittelbar westlich an das geplante Baugebiet angrenzt: Während die Gemeinde von einer „Hofstelle“ spricht und sich auf ein Gutachten der Landwirtschaftskammer stützt, das eine mögliche Belastung für angrenzende Wohnbebauung deutlich unter dem kritischen Wert sieht, beklagt Grundstückseigentümer Bernfried Lüdeke, dass er und sein Cousin, der zurzeit auf dem Hof Rinder untergebracht hat, künftiger Entwicklungsmöglichkeiten beraubt werden. Dieser Sichtweise schlossen sich zuletzt auch Vertreter der kleineren Fraktionen im Rat an.

Dass eine Erweiterung des Betriebs geplant ist, geben vor der Ausschusssitzung am Donnerstag auch die Grünen im Rat zu bedenken. Fraktionschef Volker Schulz-Berendt kritisiert das Immissionsschutz-Gutachten der Landwirtschaftskammer: Darin werde von maximal zwei Prozent der Jahresstunden ausgegangen, in denen die Geruchsimmissionen eine erhebliche Belästigung für angrenzende Bewohner darstellen. Der Grenzwert für Wohngebiete liege bei zehn Prozent, werde also klar unterschritten, stellt Schulz-Berendt fest.

Bei Prognosen und Stellungnahmen zu den Schallimmissionen sei der Betrieb von Lüdeke aber gar nicht einbezogen worden, kritisiert er. Unberücksichtigt bleibt aus seiner Sicht auch, dass selbst geringere Beeinträchtigungen schon als permanente Belästigung wahrgenommen werden könnten. Schulz-Berendt erwartet auf dem Betriebsgelände „täglich Aktivitäten, die Geruchsemissionen hervorrufen.“ Außerdem könnten Staub, Bioaerosole und Lärm sich störend auf die Nachbarschaft auswirken.

„Nachbarschaftlicher Ärger und Beschwerden sind vorhersehbar“, warnen die Grünen – zumal sich nach ihren Erwartungen in dem Neubaugebiet viele Menschen ansiedeln werden, die ein städtisches Umfeld gewöhnt sind. Deshalb, so das Fazit von Volker Schulz-Berendt, „ist davon abzuraten, dieses Baugebiet zu realisieren.“

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Hergen Schelling Agentur Schelling (Leitung) / Redaktion Ganderkesee
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