• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Sannauer Helmer: Weiterhin Flaute auf Ganderkeseer Seite

07.10.2017

Schönemoor Die Flügel der Windenergieanlagen rotieren besonders schnell in diesen stürmischen Tagen, die Mühlen der Justiz indes mahlen weiter sehr langsam. Und so kommt es, dass auch bald zehn Jahre, nachdem die Planung für den Windpark Sannauer Helmer angeschoben wurde, sich dort nur wenige Flügel im Wind drehen – und das auch nur jenseits der Kreisgrenze, auf dem Gebiet der Gemeinde Lemwerder.

Eigentlich hätten mittlerweile auch auf Ganderkeseer Grund und Boden wenigstens zwei Windräder schon Strom produzieren sollen. Denn Ende 2016 hatte der Landkreis Oldenburg zwei Baugenehmigungen erteilt: Die „Windfarm Ganderkesee-Lemwerder GmbH“ und die „WindGuard Forschungswindpark Ganderkesee GmbH & Co. KG“ durften jeweils eine Anlage aufstellen, nachdem das Bundesamt für Flugsicherung (BAF) seine Bedenken wegen möglicher Störungen des Drehfunkfeuers am Bremer Flughafen zurückgestellt hatte. Passiert ist aber bis heute nichts – obwohl beide Projektbetreiber Anfang dieses Jahres angekündigt hatten, zügig mit dem Bau beginnen zu wollen.

Frist bis Ende 2018

Während die „WindGuard“ in Varel am Freitag eine Stellungnahme schuldig blieb, erklärte Carsten Schurwanz, Projektleiter für die Windfarm-Gesellschaft, die Verzögerung mit innerbetrieblichen Veränderungen: Die Gamesa GmbH (Oldenburg), die für Planung und Bau der insgesamt sechs beantragten Windfarm-Anlagen in der Sannauer Helmer zuständig ist, hat sich in diesem Jahr mit der „Siemens Wind Power“ zusammengeschlossen – und will nun eine Siemens-Anlage aufstellen. Diese sei zwar baugleich mit dem beantragten und bereits genehmigten Modell und laufe sogar leiser, dennoch sei eine Änderungsanzeige erforderlich gewesen, die vom Landkreis Oldenburg noch bearbeitet wird. Spätestens bis Ende 2018 solle die genehmigte Anlage jedenfalls am Netz sein, so Schurwanz. Das muss sie auch, denn nur so lange gilt die Genehmigung nach der bis Ende 2016 gültigen Version des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Weiter in der Luft hängt hingegen die dritte Gesellschaft die im Windpark Sannauer Helmer auf Ganderkeseer Seite investieren will. Die „Windpark Fritzenberg GmbH & Co. KG“, in der sich überwiegend örtliche Investoren zusammengeschlossen haben, wartet immer noch auf eine Genehmigung. Den Bau von drei Anlagen hat die Gesellschaft beantragt – „aber das kommt einfach nicht voran“, beklagt ihr Sprecher Gerd Schütte. Er wundert sich, dass der Landkreis Wesermarsch sich mit Genehmigungen von Anlagen in der Gemeinde Lemwerder offenbar leichter tut als der Landkreis Oldenburg im Ganderkeseer Bereich des interkommunalen Windparks.

Landkreis wartet ab

„Wir können nicht gegen die Rechtssprechung handeln“, sagt dazu Torsten Stuhr, stellvertretender Leiter des Bauordnungsamtes im Wildeshauser Kreishaus. Und die Rechtslage ist nach wie vor ungeklärt. Alle Beteiligten warten auf eine endgültige Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Oldenburg über die Klage des Bundesamtes für Flugsicherung. Bisher hatte das Gericht nur den Antrag des BAF auf aufschiebende Wirkung zurückgewiesen, danach hatte der Landkreis Wesermarsch weitere Anlagen genehmigt. Der Landkreis Oldenburg, so Torsten Stuhr, werde jedoch eine Entscheidung in der Hauptsache abwarten.

Auf Unterstützung von politischer Seite hofft Carsten Schurwanz von Siemens-Gamesa: „Das Problem kann nur auf Bundesebene gelöst werden“, meint er – und zwar von einer Bundesregierung, an der die Grünen beteiligt sind. Wenn es zu einer „Jamaika-Koalition“ in Berlin käme und ein Minister oder eine Ministerin der Grünen das Umweltressort führen würde, bekomme die Windenergie mehr Rückenwind, glaubt Schurwanz.

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.