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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Umweltausschuss: Schutzgebiet sorgt Landwirte

21.09.2016

Hohenböken /Wildeshausen Landwirtschaft contra Umweltschutz: Diese Interessenkollision führte am Dienstagabend im Wildeshauser Kreishaus zu einer langen, kontroversen Debatte – und zu einer emotionalen Einwohnerfragestunde. Letztlich fand sich im Umwelt- und Abfallwirtschaftsausschuss des Kreistages eine Mehrheit für die Natur, die aber keine Mehrheit gegen die Landwirtschaft sein will. Mit den Stimmen von SPD, Grünen und UWG wurde die Verordnung für das Landschaftsschutzgebiet Hohenbökener Moor beschlossen. Die CDU stimmte dagegen, die FDP enthielt sich.

Was wird geschützt?

Die Verordnung für eine 309 Hektar große Fläche im Norden der Gemeinde Ganderkesee, teils auch noch auf Huder Gebiet, soll dem Wiesenvogelschutz und dem Grünlanderhalt dienen. Der „Status quo“ bleibe erhalten, versicherte Eva-Maria Langfermann, Leiterin des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege, das heißt: Die Flächen können weiter so bewirtschaftet werden wie jetzt.

Wer hat etwas dagegen?

Eigentümer und Pächter befürchten einen Wertverlust von Flächen und Erträgen. Eine Rentnerin, die auf Pachterträge angewiesen ist, beklagte in der Einwohnerfragestunde bewegend den staatlichen Eingriff in ihr Eigentum. Viele Landwirte machten in Stellungnahmen geltend, dass die erlaubte Grassaat im sogenannten Schlitzverfahren ihnen nicht genügt, sie wollen die Frässaat, möglichst gar einen flachen Bodenumbruch. Außerdem befürchten sie, dass eine Erneuerung von Drainagen unmöglich wird. Die Kreisverwaltung verweist auf den Erlaubnisvorbehalt in der Verordnung, der Ausnahmen stets zulasse. „Wenn sie dem Schutzzweck entsprechen, müssen wir sie genehmigen“, sagte Langfermann.

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Wie sieht es die Politik?

Günter Westermann (CDU) forderte am Dienstag, eine „flachwendende Bodenbearbeitung“ und eine Beseitigung von Unebenheiten („Lunken“) unter Erlaubnisvorbehalt zu stellen. Horst Siemers (CDU) wollte das Verbot, Flächen neu zu drainieren, kippen. Beide Anträge scheiterten an der Mehrheit. Axel Brammer (SPD) betonte, der Erlaubnisvorbehalt lasse schon jetzt viel zu und die Kreisverwaltung mit sich reden. Martin Brinkmann (Grüne) warf der Landwirtschaft vor, „bis zum Schluss zu versuchen, etwas aufzuweichen.“ Für die Naturschutzverbände erklärte Carola Becker: , „Diese Verordnung ist in der fünfjährigen Wahlperiode einer der wenigen großen Erfolge für den Naturschutz.“

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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