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15.07.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-07-15T11:31:36Z 280 158

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Spaß am Engagement

Peter Hasselberg (48) ist das jüngste von neun Kindern. „Wir haben uns alle gegenseitig erzogen“, erinnert sich der erste Vorsitzende des Orts-und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren. Noch heute ist ein Familientreffen für ihn ein großes Geschenk, auch weil sich alle Familienmitglieder immer noch gut verstehen. Inzwischen haben fast alle der Geschwister schon Enkelkinder und bei einem Familientreffen kommen so schnell um die 60 Personen zusammen.

An seine Kindheit erinnert Peter sich gern, denn auch in der Nachbarschaft gab es viele gleichaltrige Kinder. „Die Straße wurde zum gemeinsamen Spielplatz“, schwärmt Peter Hasselberg noch heute. In den Sommerferien verreiste er oft zu Oma und Opa, die einen Bauernhof hatten. Im Hause Hasselberg arbeitete nicht nur der Vater, sondern auch seine Mutter Mariechen ging ihrem Beruf nach. „Da war es selbstverständlich, dass ich unserer Mutter zum Beispiel im Garten geholfen habe und das hat sich bis heute nicht geändert“, erzählt Peter, der zusammen mit seiner Mutter im Elternhaus an der Fliederstraße wohnt.

Nach seinem Schulabschluss machte er ein Berufsgrundbildungsjahr, um danach Tischler zu werden. Im praktischen Teil war für die Schüler immer wieder Hobeln angesagt. „Unter dem Beruf hatte ich mir etwas anderes vorgestellt“, erzählt Peter Hasselberg. Deshalb absolvierte er ein Praktikum bei einem Maler, die Arbeit gefiel ihm. Obwohl man ihm einen Ausbildungsplatz zugesagt hatte, bekam er vom Betrieb eine Absage. Was nun? In diesem Fall half die eigene Familie. Sein Bruder Günter hatte bereits eine Firma für Elektrotechnik und so machte Peter hier seine Ausbildung zum Elektriker. „Den eigenen Bruder zum Chef, geht das?“, wollte ich wissen. „Man muss Arbeit und Privates trennen und das haben wir immer geschafft“, so Peter Hasselberg.

Allerdings musste er nach seiner Abschlussprüfung aus gesundheitlichen Gründen den Beruf wechseln. Im Herbst 1990 begann er als Küster bei der Kirchengemeinde Schönemoor. Eine interessante Arbeit, aber er vermisste Kabel und Steckdose. Als es ihm wieder besser ging, kehrte er zu seinem erlernten Beruf und der Firma seines Bruders zurück und dabei ist er bis heute geblieben. „Auch wenn ich so manchen Stromschlag durch die Knochen bekommen habe, kann ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen“, lächelt Peter Hasselberg. Allerdings ist dieses Lächeln etwas gequält, denn mehrere Aufenthalte im Krankenhaus haben ihn erneut zu einer längeren beruflichen Auszeit gezwungen. „Es steht noch in den Sternen, wie es weitergeht“, erzählt Peter.

Auch als Ratsherr war Peter Hasselberg aktiv. 1998, als Gerhard Schröder die Bundestagswahl gewonnen hatte, wurde dieser Sieg auch in Bookholzberg gebührend gefeiert. An diesem Abend trat Peter der SPD bei und schaffte 2001 den Einzug in den Gemeinderat. „Ich habe viel gelernt, mit dem Fraktionszwang konnte ich mich allerdings nie anfreunden. Einige Male musste ich gegen meine persönliche Überzeugung abstimmen“, erklärt Peter. Bei der nächsten Wahl wurde er von seinen Parteikollegen auf einen hinteren Listenplatz gesetzt und verfehlte so den erneuten Einzug. Da er aber für Bookholzberg einiges bewegen wollte, wechselte er zur CDU. Das Mandat, das er bei der Wahl 2011 gewonnen hatte, musste er 2013 aber wieder abgeben – wieder spielte die Gesundheit nicht mit.

Auch in seiner Freizeit engagiert sich Peter Hasselberg für seinen Heimatort. Gleich nach der Ausbildung holte ihn der Siedlerbund in den Vorstand, zunächst als Kassenwart, nun ist er stellvertretender Vorsitzender. Vor acht Jahren sollte Peter dann Beiratsmitglied im Orts- und Heimatverein Bookholzberg-Grüppenbühren werden, allerdings wurde er gleich zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Vor einigen Monaten rückte er zum Vorsitzenden auf. „Es macht tierischen Spaß, mich für Bookholzberg zu engagieren.“ Eine saubere Landschaft ist ihm dabei genauso wichtig wie das gesellige Beisammensein. So freut sich Peter schon auf das berühmte „Bobbycar-Rennen“, das gemeinsam mit dem Verein WiB (Wir in Bookholzberg) organisiert wird. Heimat ist für Peter Hasselberg nicht nur ein Wort, sondern sein Bookholzberg sitzt tief in seinem Herzen.

Peter Hasselberg, Vorsitzender des Orts- und Heimatvereins Bookholzberg-Grüppenbühren