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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Landpartie: Spaziergang durch Geschichte der Ehe

05.04.2011

FALKENBURG Vom Baptistenprediger August Friedrich Wilhelm Haese und seiner Frau Meta, geb. Schütte, ist wenig überliefert. Zumindest die Teilnehmer der Landpartie mit Gästeführerin Elisabeth Kühling wissen seit Sonntag aber, dass die beiden das erste Paar waren, das im Oldenburger Land zivilrechtlich miteinander verheiratet wurde.

Von historischen Fakten wie dieser Trauung anno 1855 in Varel berichtete Elisabeth Kühling ihren 15 Begleitern ebenso wie von mittelalterlichen Hochzeitsbräuchen und -moden oder gesellschaftlichen Veränderungen im Verständnis von Ehe und Familie. „Drum prüfe, wer sich ewig bindet“ – so lautete das Motto des gut zweistündigen Spaziergangs.

Die Kulisse hatte die Gästeführerin passend gewählt: Falkenburg ist schließlich das „Hochzeitsdorf“ der Gemeinde Ganderkesee. Vom Dorfplatz aus ging’s zunächst zum Lutherstift, in dem seit 2009 Trauungen vollzogen werden, und dann ein paar hundert Meter nach Süden, zum Galerieholländer „De Lütje Anja“, unter dessen mächtigen Flügeln schon mehr als 1000 Paare den Bund fürs Leben geschlossen haben.

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„Wo früher gemahlen wurde, wird heute vermählt“, zitierte Elisabeth Kühling den Slogan der Mühlenbesitzer Elisabeth und Uwe Westphal, die das 1870 in Groß Lessen bei Sulingen errichtete Gebäude in den 90er-Jahren in Habbrügge neu aufgestellt haben.

Wie sich die Sicht auf die Ehe im Laufe der Jahrhunderte drastisch wandelte, wurde im Zuge der Landpartie ebenfalls deutlich: Im frühen Mittelalter war die Bindung von Mann und Frau ausschließlich Sache der Sippe und Familie, ehe die Kirche immer stärker an Einfluss gewann – bis sich durch den Einzug des französischen Rechts in Folge der napoleonischen Besetzung im 19. Jahrhunderts die Zivilehe durchsetzte.

Dass vor allem aus Liebe geheiratet wird, so Elisabeth Kühling, sei jedenfalls angesichts der jahrhundertelangen Tradition der Ehe ein noch recht junges Phänomen.

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