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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Spendengelder machen Fischen die Bahn frei

30.09.2008

CHARLOTTENDORF-OST An der Korrbäke in Charlottendorf-Ost läuft derzeit das inzwischen fünfte Renaturierungsprojekt, das zum Ziel hat, den heimischen Fischarten die Wanderung zu den Quellgebieten trotz menschlicher Eingriffe in die Flussläufe wieder zu ermöglichen. Das Unternehmen Exxon-Mobil Production ist bislang der größte Spender für das Projekt: Norbert Stahlhut, Leiter der Unternehmenskommunikation, überreichte jetzt an Ort und Stelle einen Scheck über 4000 Euro an die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) Großenkneten.

Mit dem Geld will die BSH unter Leitung von Jürgen Oppermann Baumaßnahmen realisieren, die das Überwinden der vielen Sohlabstürze der Korrbäke in Richtung Quelle ermöglichen. Bisher bilden die Höhenunterschiede von 60 bis 100 Zentimeter für Fische eine unüberwindliche Hürde. Damit wird Arten wie Brasse, Hecht, Barsch oder Rotauge es unmöglich gemacht, das 16 Kilometer lange Nebengewässer der Lethe zu durchschwimmen und in den Quellgebieten des Flusses abzulaichen.

Lösen sollen das Probleme so genannte Sohlgleiten, bei denen die großen Höhenunterschiede in mehrere kleinere aufgeteilt werden, die dann von den Fischen leicht durchschwommen werden können. Gebaut werden die Gleiten aus Holzpfählen, Natursteinen und Kies durch die Hunte-Wasseracht. Es handelt sich um die fünfte Sohlgleite, die im Laufe von zehn Jahren errichtet worden ist. Ein weiterer positiver Effekt ist die intensive Durchwirbelung des Wassers, das zur Anreicherung mit Sauerstoff führt und damit zum Abbau von überschüssigen Nährstoffen und zur Verbesserung der Wasserqualität.

Nach Angaben der BSH wurden für das Projekt insgesamt 25 000 Euro benötigt, die überwiegend aus Spenden fließen mussten. Das Unternehmen Exxon-Mobil Production unterstützte bereits 2006 den Bau der vierten Sohlgleite zwischen der Ortschaft Littel und dem Tüdick. Weitere Spenden kommen von der Gemeinde Wardenburg, der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg und der Bingo-Lotto-Stiftung. Die Hunte-Wasseracht unterstützt das Projekt durch einen Eigenanteil in Form von Arbeitsleistungen und Planung.

Die Korrbäke entspringt südlich der Ortschaft Sage und mündet nördlich von Littel in die Lethe. Das Gewässer besitzt insgesamt 28 Sohlabstürze mit Höhenunterschieden von bis zu 100 Zentimetern. Der Großteil besteht aus Betonfertigteilen, die von Fischen nicht zu überwinden sind.

Träger aller Projekte ist die BSH, die auch alle Förderanträge an die einzelnen Spender gestellt hat. Mit Beendigung des fünften Projektes sind im Laufe von zehn Jahren insgesamt 163 000 Euro in das Renaturierungsprojekt geflossen. „Es ist ein Projekt, das als Vorbild für andere Regionen dienen kann“, stellte Norbert Stahlhut klar. Dennoch sei es in der heutigen Zeit schwieriger geworden, Spenden zu bekommen, bedauerte Jürgen Oppermann.

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Quelle | Lotto

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