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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Stadt braucht neues Industriegebiet

07.05.2014

Altona Wildeshausen braucht dringend ein neues Gewerbe- und Industriegebiet. Darin sind sich die vier Bürgermeisterkandidaten einig. Über das Wo und das Wie aber gehen die Meinungen von Sabine de Buhr-Deichsel, Jens-Peter Hennken, Jens Kuraschinski und Andreas Tangemann auseinander, wie sie am Montagabend bei der Mittelstandsvereinigung (MIT) Wildeshausen deutlich machten. Wirtschaftsthemen standen beim von Fritz-Dieter Nordmann und Manfred Wulf moderierten Gespräch im Mittelpunkt.

Kandidaten gegen Senkung der Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer senken würde niemand der vier Bürgermeisterkandidaten. Sabine de Buhr-Deichsel: Die Pro-Kopf-Verschuldung in Wildeshausen liegt bei 1000 Euro. Haushaltsrechtlich sei eine Senkung daher nicht möglich. Für Jens-Peter Hennken gibt es keinen Bedarf einer Senkung, weil die Stadt sich das nicht leisten könne. Auch Jens Kuraschinski sieht keine Chance, das Vechtaer Niveau zu erreichen. Die Gewerbesteuer in Wildeshausen liege derzeit bei 6,8 Millionen Euro im Jahr. Die Stadt liegt nach Darstellung von Tangemann im mittleren Sektor der Gewerbesteuer. Ein Senkung sei daher nicht geboten.

Eine Fußgängerzone in der Wildeshauser Innenstadt wird unterschiedlich gesehen. Hennken kann sich vorstellen, ein 200 Meter langes Stück als Fußgängerzone auszuweisen, um das Flair weiter zu stärken. Kuraschinski plädiert dafür, die Westerstraße für einige Wochen oder Monate testweise zu sperren, um die Reaktionen und Auswirkungen zu überprüfen. Für de Buhr-Deichsel stellt sich die Frage, ob die Kaufleute eine Fußgängerzone wollen. Ohne ihre Zustimmung gehe es nicht. Tangemann erinnerte daran, dass es in Wildeshausen schon einige Testphasen gegeben habe. Das Ergebnis: Die Westerstraße sei immer noch offen. Angesichts des starken Fahrzeugverkehrs sprach er sich für eine Einbahnstraße und gegen eine Fußgängerzone aus.

Als Industrie- und Gewerbegebiet kommt für Tangemann nur ein Gebiet an der Bundesstraße 213 nahe der Autobahnanschlussstelle Wildeshausen-Nord in Frage. Dabei müsse mit Dötlingen kooperiert werden. Ein Industrie- und Gewerbegebiet in Aumühle lehnt er ab, weil dort 60 Hektar Wald abgeholzt werden müssten.

Die Notwendigkeit eines Industrie- und Gewerbegebietes unterstrich de Buhr-Deichsel dadurch, dass Visbek in der Nähe zur Wildeshauser Stadtgrenze ein Gewerbegebiet ausweise und die Stadt aufpassen müsse, dass hiesige Betriebe nicht in die Nachbargemeinde abwanderten. Auch sie kann sich einen Industriepark an der B 213 gut vorstellen. Doch sie befürchtet, dass kaum ein Landwirt dafür Flächen zur Verfügung stellen werde. Deshalb müsse auch das Gebiet in Aumühle in Betracht gezogen werden, auch wenn das Thema Wald stark emotional besetzt sei.

Hennken betonte, dass er in Kontakt mit den beiden Bürgermeisterkandidaten aus Dötlingen hinsichtlich eines interkommunales Industrie- und Gewerbegebietes sei. Sie seien dafür offen. Er habe aber auch mit einem Landwirt gesprochen, der östlich der B 213, auf Prinzhöfter Gebiet, bereit sei, eventuell Flächen zur Verfügung zu stellen. Wie dringlich ein neues Industrie- und Gewerbegebiet sei, könne daran ermessen werden, dass eine alteingesessene Schlachterei wie Kreienkamp in den Nachbarkommunen einen neuen Standort suche. Die Firma – und damit die Arbeitsplätze – müssten unbedingt in Wildeshausen gehalten werden.

Kuraschinski sieht in Sachen Gewerbegebiet Potenzial im Stadtsüden an der Grenze zu Rechterfeld, wo es bereits Industrie gebe. Angesichts der Tatsache, dass im Landkreis nur noch wenig Flächen für Industrie- und Gebwerbegebiete zur Verfügung stünden, mache eine Kooperation mit anderen Kommunen Sinn. Auch Visbek sei eine Option. Gespräche mit Dötlingen über einen interkommunalen Industriepark gebe es schon lange. Ein Problem sei bisher die Verteilung der Gewerbesteuer gewesen.

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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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