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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Stadt hat Lust auf viel Arbeit

14.09.2005

WILDESHAUSEN Das Land hat Auetal/Pestruper Heide ins Programm aufgenommen. Die Stadt dankte MdL Bley für die Hilfe.

Von Ulrich Suttka WILDESHAUSEN - Im Dorf Düngstrup hat die Stadt Wildeshausen mit der Dorferneuerung gute Erfahrungen gemacht. Folglich wollte sie schon seit Jahren auch mit den weiteren 15 Ortschaften ihrer Landgemeinde gerne in dieses Förderprogramm aufgenommen werden. Mitte Juli klappte es endlich, inzwischen liegt der Bescheid aus Hannover vor. Gestern nutzten Bürgermeister Franz Duin und Erster Stadtrat Willi Möser einen Ortstermin mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley, um sich bei ihm ausdrücklich für die Unterstützung zu bedanken. Gleichzeitig appellierten sie gemeinsam an die rund 1200 Bürgerinnen und Bürger der 15 Ortschaften der Verbunddorferneuerung Auetal/Pestruper Heide, sich aktiv beim bald beginnenden Planungsprozess einzubringen.

Duin begrüßte es, dass nunmehr auf die Wünsche aus der Landgemeinde eingegangen werden könnte. Möglich sei das durch die Landesmittel sowie die Entscheidung des Rates für die Dorferneuerung. Für öffentliche Maßnahmen sind bis zu 50 Prozent Zuschuss möglich, für private Vorhaben bis zu 30 Prozent.

Dabei ist auch eine Verknüpfung mit anderen Förderungen machbar. Beispiel: Der Ausbau der maroden Hauptstraße in Holzhausen ist mit Mitteln aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) für 2006 eingeplant. Entsprechende Mittel sind im Haushalt der Stadt vorgesehen. Aus dem Topf der Dorferneuerung wären im Umfeld der sanierten Straße gestalterische Maßnahmen zuschussfähig, so Haltestellen oder Straßenbeleuchtung. „Das ist uns wichtig“, meinte Günther Reineberg, Sprecher der Dorfgemeinschaft, zu dieser Perspektive, auch das Umfeld der Straße gestalten zu können.

Bley warb dafür, sich an die Planung zu machen. Wer Pläne habe, der könne schnell zugreifen, wenn Mittel bereit gestellt würden. „Die Bürger mit ins Boot holen und alle an einem Strang ziehen“, riet Bley den Vertretern der Stadt und sagte seine weitere Unterstützung zu.

„Das wächst von unten nach oben“, setzte Franz Duin auf die Einbeziehung der Bevölkerung in den 15 Dörfern. Auf den Fachbereich Bau komme „unglaublich viel Arbeit zu, die wir aber gerne machen“. Es gebe eine Palette an Förderungsmöglichkeiten. Das gelte es aufzuarbeiten und mit den Anliegern intensiv vorzubereiten.

Erster Schritt sei jetzt die Auswahl eines Planungsbüros, dann die Bildung eines oder mehrerer Arbeitskreise, so Möser. Ende 2006 rechnet die Stadtspitze mit der Fertigstellung des Plans, der dann vom Rat beschlossen und danach vom Amt für Landentwicklung der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) in Oldenburg genehmigt werden muss.

Die Entwicklung des ländlichen raums fördern

19 Dörfer hat das Land Niedersachsen nach zweijähriger Pause in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, darunter die Verbunddorferneuerung Auetal/Pestruper Heide. Sieben Dörfer im Landkreis befinden sich derzeit im Programm und stehen teilweise vor dem Abschluss. Es sind Huntlosen, Prinzhöfte, Dingstede, Littel/Charlottendorf, Bergedorf/Steinkimmen, Neerstedt und Beckeln.

Die Dorferneuerung ist ein Planungs- und Umsetzungsinstrument für die Entwicklung ländlicher Gebiete. Bereits im frühen Stadium wird ein ganzheitlicher Planungsansatz gewählt, die Bürger sollen intensiv in dien umfassenden Planungs- und Gestaltungsprozess einbezogen werden. Aktuell werden in Niedersachsen 457 Dörfer aus dem Topf gefördert. Hinzu kommen 363 Flurbereinigungsverfahren.

Die Entwicklung des ländlichen Raumes, unter anderem durch Dorferneuerung und Flurbereinigungsverfahren, hob Karl-Heinz Bley hervor. Auch das zähle zum Agrarbereich und nicht nur Direktzahlungen an Landwirte beziehungsweise Förderung landwirtschaftlicher Betriebe. Damit kommentierte er Äußerungen wie des britischen Premiers Tony Blair, dass 40 Prozent aller EU-Mittel in den Agrarbereich gingen.

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