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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bfw: Startrampe für Wiedereinstieg

03.09.2011

BOOKHOLZBERG Jens Bratke hatte zwei Bandscheibenvorfälle. In seinem gelernten Beruf Elektroinstallateur kann der 32-Jährige seitdem nicht mehr arbeiten. Am Freitagnachmittag zeigt er den interessierten Gästen beim Tag der offenen Tür im Berufsförderungswerk Weser-Ems (bfw) in Bookholzberg, wie die Weiterbildung zum Arbeitspädagogen aussieht.

„Bestimmte Bewegungen, die für meinen Beruf notwendig sind, konnte ich nicht mehr ausführen“, erzählt Bratke. Nach 18 Monaten im bfw stehen die Chancen für ihn nicht schlecht, einen Arbeitsplatz zu finden. „Ich würde gerne in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten, und in Niedersachsen werden momentan auch Leute gesucht“, sagt er.

Den zwölfjährigen Dennis hat er jedenfalls schon mal begeistert: Im Rollstuhl fährt er ihn über einer Rampe, die auf eine Rolle aufgelegt ist. „Damit zeigen wir nicht-behinderten Menschen, wie man das Gleichgewicht im Rollstuhl hält. Für echte Rollstuhlfahrer ist das natürlich gar kein Problem. Wir wollen so das gegenseitige Verständnis fördern“, erklärt Bratke.

Besuch von 1000 Gästen

Um die 1000 Besucher besuchten das bfw. „Wir wollen ein Teil der Öffentlichkeit dieses Ortes sein. Auch wenn sich unser Angebot an die Erwachsenen richtet, haben wir viele Attraktionen für Kinder“, sagte Hartmut Kostens vom Marketing. Neben Reiten, Schminken, Flohmarkt und Riesen-Mikado konnten sich die Erwachsenen ein Bild vom breiten Angebot des bfw machen.

In der Abteilung der Heilpädagogen ließen es sich die Gäste richtig gutgehen: Sie konnten bei Nacken- und Fußreflexzonenmassage entspannen. „Ich löse mit der sogenannten Emmett-Therapieform Blockaden im Körper“, sagt die selbstständige Heilpraktikerin Sabine Zapf-Walter. Ihrem „Opfer“, das ganz entspannt auf der Liege vor ihr ausgebreitet ist, scheint es zu gefallen. Auch sie hat im bfw gelernt, jetzt gibt sie hier ihr Wissen weiter. „Wir haben eine Vermittlungsquote von 80 Prozent“, sagt Kostens. Was sich das BFW allerdings wünsche, sei etwas mehr Beständigkeit in der Unterstützung der Reha-Träger, wie Berufsgenossenschaft, Arbeitsamt und Versicherungen. Die Lage ist etwas angespannt. Bei etwa 100 Festangestellten sei eine stabile Teilnehmerzahl wünschenswert. Zur Zeit nehmen um die 300 Menschen am Weiterbildungsangebot teil.

Über 45-Jährige fördern

„Neu im Angebot sind Qualifikationen für über 45-Jährige. Die Integration von älteren in den Beruf ist uns wichtig. Die Förderung läuft da ganz individuell ab“, sagt Kostens. Bereits zehn Menschen hätten sich angemeldet.

Auch vertreten war das Senioren-Netzwerk, das im Berufsförderungswerk ein Internet-Café betreibt. Die Mitglieder des Vereins tauschen sich dort im Umgang mit dem PC aus und bleiben so fit für den Alltag.

Der Erlös des Verkaufs von Kaffee, Kuchen und Co. geht in diesem Jahr an die Grundschule Ganderkesee. „Die Schule möchte ihren Schulhof umgestalten, und dabei wollen wir helfen“, sagt Kostens.

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