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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Jugendhilfeträger Insolvent: Jugendhof Steinkimmen sucht neuen Besitzer

14.09.2018

Steinkimmen Es gibt noch einen Silberstreif am Horizont, aber der wird immer schmaler: Wenn bis zum 1. November kein Investor gefunden wurde, endet die Geschichte des Jugendhofes Steinkimmen, der 1952 – vor 66 Jahren – als Jugendbildungsstätte gegründet wurde. Die Viasol gGmbh, vertreten durch die Geschäftsführerin Kerstin Lehmann, hat Ende August einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Delmenhorst gestellt.

Viasol ist als anerkannter Träger der Jugendhilfe seit 2009 auf dem 5,5 Hektar großen Areal in Steinkimmen beherbergt. Zu den Angeboten zählten bislang unter anderen Seminar- und Gästebetrieb vor allem für Schulklassen und Gruppen, Berufsorientierungsmaßnahmen, Werkstattprojekte und eine stationäre Jugendwohngruppe. Auf dem Anwesen, das zu großen Teilen bewaldet ist, stehen elf unterschiedliche Gebäude. Allein 85 Übernachtungsplätze werden aktuell vorgehalten.

„Bis Ende Oktober können wir den Betrieb noch aufrecht erhalten“, erklärt Rechtsanwältin Nadine Stahmann (BUSS Insolvenzverwaltung, Oldenburg). Solange könnten die 34 Mitarbeiter noch durch die Insolvenzgeldvorfinanzierung bezahlt werden. „Wir würden uns freuen, wenn sich bis dahin ein Investor gefunden hat“, so Stahmann.

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Wünschenswert wäre ein anerkannter Jugendbildungsträger, denn dann könnten die Angebote fortgeführt werden. Manche Dienstleistungen, wie die Betreuung von Kindern in den Ferien, habe man aber schon abgesagt. „Wir haben die Eltern dahingehend informiert“, bestätigt Gemeindesprecher Hauke Gruhn.

Angebote wie die Arbeit mit Schulverweigerern, die zusammen mit dem Landkreis Oldenburg organisiert werden, versuche man noch aufrecht zu erhalten. „Aber auch das steht vor dem Aus“, so Kerstin Lehmann.

Als Grund für die Insolvenz nennt die Geschäftsführerin vor allem ausbleibende Buchungen von Gruppen. Dies hänge zum Teil auch mit der Rolle zusammen, die der Jugendhof bei der Betreuung minderjähriger Flüchtlinge gespielt habe. In dieser Zeit habe man viele Anfragen absagen müssen – und als die Flüchtlinge vor rund zwei Jahren anderweitig untergebracht werden konnten, hätten sich viele Gruppen schon andere Stammunterkünfte gesucht.

„Für Bildungsträger ist das Areal definitiv interessant“, ist sich Kerstin Lehmann sicher. Aber auch andere Nutzungen könne man sich vorstellen. „Wir sind da offen und uns ist auch bewusst, dass dieses Spezialobjekt eine große Herausforderung darstellt“, so Stahmann. Man habe zwar schon Jugendhilfeträger gezielt angesprochen, aber auch Erwachsenenbildung oder sogar Wohnprojekte könne man sich vorstellen.

Gespräche mit der Bank wurden ebenfalls schon geführt. In den kommenden Wochen werde man gemeinsam mit der Geschäftsführung und den Vertragspartnern nach Zukunftsperspektiven suchen, erläutert Stahmann. Investoren, die sich für das Areal interessieren, können sich mit Nadine Stahmann unter Telefon   0441/96 02 61 0 oder info@buss-insolvenzverwaltung.de in Verbindung setzen.

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Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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