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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Steinreich“ durch den Umbau

22.07.2009

HURREL „Erst war ich als Stadtkind nicht davon zu überzeugen, aufs Land zu ziehen“, meint Ursula Schlake. Gemeinsam mit ihrem Mann Jürgen und den beiden Söhnen Lars und Jason hat sie den Umzug von Bremen nach Hurrel im Jahr 2005 trotzdem gewagt – auf den Hof Hurrelmanns Haus, das älteste Anwesen der Ortschaft.

Alte Mauern freigelegt

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Hofstelle 1428. Seither hat sich dort vieles verändert. Von den ursprünglichen Stallungen und Wohngebäuden steht nichts mehr, doch bei ihren Sanierungs- und Umbauarbeiten hat Familie Schlake im Laufe der Zeit so manche alte Mauer freigelegt.

„Wir sind steinreich“, sagt Jürgen Schlake mit einem Lächeln, wenn er davon berichtet, wie er beim Ausbau der Terrasse im Garten zufällig auf verborgenes Mauerwerk gestoßen ist. „Wir haben hier schon tonnenweise Schutt und Steine weggekarrt“, verrät Schlake. Dabei hat die Familie ihr eigenes kleines Idyll geschaffen. Und setzt stetig neue Ideen um. Neben der Terrasse plätschert es beschaulich im Gartenteich. Doch Zeit, ihr „kleines Paradies“ zu genießen, nehmen sich Ursula und Jürgen Schlake nur selten. „Klar entspannen wir auch mal. Aber wenn ich etwas anfange, dann bringe ich es gern zügig zu Ende. Hier wartet noch einiges auf uns“, meint Jürgen Schlake.

Biotop im früheren Silo

Das heutige Wohnhaus der Familie wurde im Jahr 1910 errichtet. Der Anbau eines neuen Stalls folgte 1964. Eine Waschküche trennt diesen von den Wohnräumen. Aus dem alten Silo entwickelte sich ein buntes Biotop für wild wachsende Pflanzen. „Das bleibt auch erstmal so“, betont Ursula Schlake. Sie schätzt die Schönheit der Natur sehr.

„Die Substanz war gut, deshalb haben wir uns für den Hof entschieden,“ erklärt Jürgen Schlake, der selbst in einer Landwirtschaft aufgewachsen ist. Bei der Entscheidung für das Dorfleben in Hurrel war außerdem sein Hang zu „alten Schätzen“ ausschlaggebend. Für sein liebstes Hobby hat Jürgen Schlake nun ausreichend Platz: Im großen Stall kann er an seinen alten Motorrädern schrauben.

Auch ihre Liebe zu Tieren kann Familie Schlake auf ihrem Hurreler Hof voll und ganz ausleben. Neben den neun Katzen und zwei Hunden genießen Hühner und Enten ihren Platz im weitläufigen Garten. Auch drei Pferde grasen ihren Bereich auf den zweieinhalb Tausend Quadratmetern Fläche ab.

Arbeiten in Eigenregie

Einen Großteil der Arbeiten am und im Haus haben die Schlakes in Eigenregie bewältigt. „Alles, was ich mit meinen Händen machen kann, das mache ich weitestgehend selbst“, sagt Jürgen Schlake. Die Backsteinfassade des Wohngebäudes wurde saniert, neue Fenster eingesetzt, der Garten wurde entkernt und mit einer großzügigen Terrasse verschönert. Die Innenräume bekamen ebenfalls einen frischen Anstrich.

Doch Ursula und Jürgen Schlake sind bisher nicht ganz zufrieden mit ihrem Werk. „Es gibt noch einiges zu tun, aber das schaffen wir auch“, ist Ursula Schlake sicher.

Hilfsbereitschaft geschätzt

Besonders schätzt die Familie die Hilfsbereitschaft unter den Dorfbewohnern. „Die haben mitangepackt, wenn wir Hilfe brauchten, das ist hier selbstverständlich“, so Jürgen Schlake. Seine Frau ergänzt augenzwinkernd: „Das hat mich vom Landleben überzeugt.“

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