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Auto gerät unter Sattelzug – A28 in Richtung Bremen  gesperrt
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Unfall Bei Delmenhorst
Auto gerät unter Sattelzug – A28 in Richtung Bremen gesperrt

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

In dieser Küche bleiben die Lichter noch länger aus

04.12.2019

Stenum Während die Landgastronomie in Hengsterholz, wo sich zuletzt ein Westernlokal erfolglos versucht hatte, derzeit als „Hengsterholzer Hof“ neu ausgebaut wird, bleiben die Türen von Lüschens Bauerndiele in Stenum geschlossen. Daran wird sich nach Auskunft des Inhabers Ibrahim Celik vorerst auch nichts ändern. „Wir haben noch keine Pläne“, sagte Celik über die Bauerndiele.

Grund dafür sei die fehlende Zeit: Im ebenfalls von Celik betriebenen Traditionsgasthaus „Schwarzes Ross“ in Bookholzberg seien dieses Jahr die letzten Räume renoviert worden, was alle verfügbaren Kapazitäten in Beschlag genommen habe. Aber auch wenn es keine konkreten Pläne gibt, sei Lüschens Bauerndiele nicht vergessen, wie Celik versicherte: „Wenn, dann wollen wir gerne Nägel mit Köpfen machen“, sagte er. „Es ist nichts aufgegeben, wir haben das Haus weiter auf dem Schirm.“ In welchem Rahmen eine neue Gastronomie in dem Stenumer Traditionshaus eingerichtet wird, will Celik dann zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Einer Wiederöffnung von Lüschens Bauerndiele blickt der Orts- und Heimatverein Schierbrok-Stenum sehnsüchtig entgegen, wie der Vorsitzende Dr. Matthias Zilkens durchblicken ließ. „Wir würden uns freuen, wenn eine Traditionsgaststätte wie die Bauerndiele nicht verschwindet“, sagte er. Eine Sanierung der originalen Ästhetik mit Reetdach werde sicherlich sehr teuer, räumte Zilkens ein, für das Ortsbild in Stenum wären der Erhalt und die Pflege des originalen Erscheinungsbildes aber wünschenswert. „Und natürlich, wenn es da wie früher Kaffee und Kuchen gibt.“

Wie Zilkens berichtete, gebe es beim Orts- und Heimatverein viele Rückmeldungen von Bürgern, die Bedauern über den Verlust von alteingesessenen Landgastronomien ausdrückten. „Die Konsumenten, die solche Angebote nicht wahrnehmen, haben natürlich auch Mitschuld“, so Zilkens, „aber wir hören hier aus der Umgebung oft, wie schade der Verlust ist.“

Das Konzept einer traditionellen norddeutschen Gastronomie ist laut Ibrahim Celik auch nach wie vor gefragt. „Bedarf ist auf jeden Fall da, alle Leute wollen gerne ein Gasthaus haben“, erklärte er. Das Problem seien vielmehr die rechtlichen Rahmenbedingungen. „Die Gesetzeslage macht es einem nicht leicht, eine Gastronomie zu eröffnen.“ Schuld seien die vielen Vorschriften, die in den vergangenen Jahren an Schärfe zugenommen hätten.

„Es müssen jetzt neue Kassensysteme her, die gibt es noch gar nicht zu kaufen“, kritisierte Celik. Dazu kämen Diskussionen um die Einrichtung von Hygieneampeln und öffentlich einsehbare Berichte von Ordnungsämtern. Auch die uneinheitliche Besteuerung von Lebensmitteln in der Gastronomie, die im Großhandel oder beim Verkauf zur Mitnahme mit sieben Prozent, beim Verzehr im Lokal aber mit 19 Prozent besteuert werden, stelle eine Belastung dar, die sich letztendlich auch im Preis widerspiegele. „Das ist das Schwierige zur Zeit, nicht das Image der Landgastronomie selbst“, beschrieb Celik seine Erfahrung.

Arne Haschen Volontär, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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