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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Neubau In Stenum: Acht Millionen Euro für 84 Betten

01.02.2019

Stenum Keine sieben Jahre ist es her, da war die Zukunft der Orthopädie-Klinik alles andere als sicher. Doch die Insolvenz wurde 2012 gemeistert, mit der Stenum Ortho GmbH ein neuer Betreiber gefunden – und seitdem ist die Klinik auf einem aufsteigenden Ast. Und es geht weiter: Mit dem Bau eines neuen Bettenhauses soll voraussichtlich noch in diesem Jahr begonnen werden.

Den Neubau, der dort entstehen soll, wo gerade die Verwaltung in den Räumen der alten Villa sitzt, lässt sich die Stenum Ortho GmbH rund acht Millionen Euro kosten. Entworfen hat das Gebäude, in dem 76 Betten und acht Betten für Patienten der Intensivstation Platz finden sollen, der Emder Architekt Werner Geiken. Bislang hält die Klinik 63 Betten und sechs Intensiv-Betten vor. Eine Kernsanierung des bestehenden Gebäudes würde sich nicht lohnen, so die Klinikleitung.

Investor gefunden

Für die Finanzierung hat die Stenumer Klinik laut eigenen Angaben Investoren gefunden. Eine größere Förderung vom Land Niedersachsen werde man nicht in Anspruch nehmen. Die Investoren wollen wiederum den Status der Klinik als medizinischer Dienstleister nutzen, um Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mit Schwerpunkt auf Zahnmedizin zu betreiben. „Das werden wir aber nicht hier machen“, so Dr. med. Karsten Ritter-Lang, der ärztliche Direktor und Geschäftsführer der Stenumer Klinik.

Vielmehr sei die GmbH, zu deren Gesellschafter die bislang ungenannten Investoren werden sollen, das „juristische Mutterschiff“, mit dem diese MVZ eingerichtet werden können. Ähnliche Zentren würden die Investoren schon in München, Stuttgart und Frankfurt am Main betreiben. Die Klinikleitung habe in den vergangenen Jahren mehrfach mit verschiedenen möglichen Geschäftspartnern gesprochen. „Aus einigen Gesprächen sind wir mit einem sehr schlechten Gefühl wieder herausgegangen“, gibt Ritter-Lang zu. Dies sei bei den Investoren jetzt anders gewesen. Man sei überzeugt, so eine bessere Situation für Mitarbeiter und Patienten zu schaffen.

Über die Pläne des Neubaus seien die Mitarbeiter schon im Dezember informiert worden. Am Donnerstag folgten die Gemeindeverwaltung sowie die Nachbarn der Klinik.

Ausgebauter Keller

Bei den Patienten stünden die medizinische Versorgung und das Personal zwar hoch im Kurs, aber die engen, verwinkelten Zimmer böten immer wieder Anlass für Kritik, so Daniela Wolff, die sich in Stenum um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. „Mit dem Neubau zielen wir ein bisschen Richtung Hotelcharakter“, so Architekt Geiken. Die Patientenzimmer haben einen Blick aufs Grüne und seien deutlich geräumiger als die aktuellen Zimmer. Zudem soll der zweigeschossige Neubau im oberen Stockwerk eine direkte Anbindung an den bisherigen Operationsbereich, der auch weiterhin bestehen bleibt, bekommen.

Baubeginn dieses Jahr?

5000 Quadratmeter Geschossfläche, inklusive des voll ausgebauten Kellergeschosses, soll der Neubau bieten – und auch das Flachdach wird als Nutzfläche zur Verfügung stehen. Die Mitarbeiter sollen in die Planung eingeschlossen werden, und von der Investition profitieren: „Wir wollen die Arbeitsbereiche zentralisieren“, so Ritter-Lang. Bislang gebe es mitunter lange Arbeitswege, die dem Alter des Klinikgebäudes geschuldet seien.

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Wenn alles gut läuft, soll mit dem Bau bereits im September dieses Jahres begonnen werden, gerechnet wird mit einer Bauzeit von 18 Monaten. Während der Bauphase wird die Verwaltung in das Schwesternwohnheim ziehen und danach in den bisherigen Kliniktrakt. In dem in die Jahre gekommenen Gebäude sollen dann nach Abschluss der Arbeiten keine Patienten mehr unterkommen. Verwaltung und Haustechnik werden hier ihren Sitz bekommen, eine Vermietung freier Räume an Dritte sei ebenso denkbar.

Das neue Bettenhaus ist derweil nachhaltig geplant. Nicht nur soll es im Keller einen separat erreichbaren Veranstaltungsraum von rund 300 Quadratmetern geben, auch die Zimmer sollen alle barrierefrei sein und eine Größe von 24 bis 40 Quadratmetern haben. Das habe man bewusst so gewählt, nicht nur um den Patienten mehr Komfort zu bieten, sondern auch, um auf mögliche Neuausrichtungen vorbereitet zu sein. „Wer weiß, ob es in 15 oder 20 Jahren noch einer Orthopädieklinik hier bedarf?“, so Ritter-Lang. So könne man, ohne dass es dazu konkrete Planungen oder Anlässe gebe, auch eine Umwidmung zum Beispiel zu einer Wohn- und Pflegeeinrichtung in ferner Zukunft vornehmen. „Wir planen da sehr pragmatisch“, so der Klinik-Chef.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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