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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Suche nach bezahlbarem Raum

23.04.2016

Wardenburg Es ist nur zu verständlich: Ältere Menschen wollen möglichst lange selbstständig leben. Was sie dafür brauchen, sind aber zuallererst kleine, barrierefreie und bezahlbare Wohnungen. In der Gemeinde Wardenburg gibt es davon längst nicht genug. Davon überzeugt sind Hubert Malz und Klaus Schöttke. Die beiden gestandenen Männer und Vorstandsmitglieder der Seniorenvertretung gehen mit ihrem Thema deshalb bewusst in die Öffentlichkeit. „Es muss etwas passieren“, drängt Malz.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Schöttke ist er in den vergangenen Monaten „über die Dörfer gezogen“, wie er sagt. Aus den Gesprächen mit Gleichaltrigen und Älteren wissen die Seniorenvertreter, dass viele Menschen möglichst lange in ihren alten Wohnungen bleiben wollen. Doch wenn dies nicht mehr geht, muss es Alternativen geben. Schöttke und Malz schwebt für den Anfang ein zentral in Wardenburg zu etablierendes Wohnangebot vor, das seinen Bewohnern nicht nur relativ günstige Unterkünfte bietet. Es müsse auch die Option bieten, bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes zusätzliche Betreuungsleistungen dazubuchen zu können, sagen sie.

In Wardenburg gibt es bekanntlich seit einigen Jahren an der Ecke Oldenburger Straße/Am Glockenturm ein Vorzeigeprojekt. „Für die meisten Rentner ist das aber leider viel zu teuer“, weiß Schöttke. Den beiden Männern schwebt da schon eher ein Angebot vor, wie es das Hedwig-Weide-Haus in Wardenburg bietet. Das Ende 1993 eingeweihte und von einer Stiftung getragene Seniorenhaus in Wardenburg, Marienburger Straße 12, ist konzipiert als Wohnhaus mit zwei Wohnungen für Ehepaare und sechs für Einzelpersonen. Jede Einheit besteht aus Wohnraum, Schlafraum, Küche und Bad. Ein mit einer Teeküche und schönen Möbeln eingerichteter Gemeinschaftsraum ist Treffpunkt für alle. Er ermöglicht den Bewohnern Kommunikation und Nähe, ohne dass die Privatsphäre in irgendeiner Weise eingeengt wird.

Die Seniorenvertreter wissen nur zu gut, dass sie alleine keinen Erfolg haben können. Deshalb haben sie mit Vertretern der Wardenburger Ratsfraktionen – CDU, SPD, FDP und Grüne – Gespräche geführt, um diese für das Problem zu sensibilisieren. Einig ist man sich nach dem nichtöffentlichen Gedankenaustausch, dass derzeit der Schwerpunkt bei der Grundstücksnachfrage in Wardenburg eindeutig beim Bau von Einfamilienhäusern liegt. Das geht zu Lasten der älteren Generation und vor allem des sozialen Wohnungsbaus.

Ausschließlich so könne es nicht weitergehen, sagen die Seniorenvertreter. Sie wollen keinen Generationenkonflikt heraufbeschwören, aber dafür sorgen, dass Wardenburg für Menschen allen Alters und wirtschaftlicher Lage einen guten Platz zum Leben bietet.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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