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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Suche nach Käufer soll starten

28.08.2009

WILDESHAUSEN Die Stadt Wildeshausen macht sich auf die Suche nach einem Käufer für das Bahnhofsgebäude samt der ehemaligen Gepäckhalle und den benachbarten Schuppen. Dazu wendet sie ein „nichtförmliches transparentes Vergabeverfahren“ an. Dabei gibt sie den potenziellen Investoren mehrere Kriterien vor, so die Integration einer Wartehalle, ein öffentliches WC und die Schaffung zusätzlicher Parkplätze.

Diesen Beschluss hat eine Mehrheit aus CDU, FDP und SPD-Ratsherr Hartmut Frerichs am Donnerstag im Bau- und Umweltausschuss empfohlen. Udo Leibscher (CDU) enthielt sich, da er die Schuppen nicht einbeziehen wollte. Karl-Schulze Temming-Hanhoff (SPD) lehnte ab, da er auch das Verkehrsbüro und den Radverleih als Bedingungen festschreiben wollte, was aber nicht geschah.

Eine generelle Absage erteilte dem Verkauf Rainer Kolloge (UWG). Er warnte davor, den Bahnhof aus der Hand zu geben. Ebenso lehnte er einen Abriss ab. Das Gebäude sei sanierungsfähig, es seien erhebliche Fördermittel der Landesnahverkehrsgesellschaft möglich. Daher wollte die UWG, den Bahnhof in Eigenregie der Stadt sanieren, was ohne Mehrheit blieb.

Uwe Dekker (CDU) erinnerte daran, dass der Arbeitskreis zu 90 Prozent keinen Sinn in der Sanierung gesehen habe. Das Gebäude sei nicht behindertengerecht, Schimmel und Wasser große Probleme. „Das Gebäude ist abgängig, Schuld ist die Bahn“, so Dekker.

Für den Verkehrsverein samt Radverleih brachte er eine andere städtische Immobilie, die leer steht, ins Gespräch: den einstigen Waldorfkindergarten an der Kleinen Straße. Auf die Festschreibung von Verkehrsverein und Fahrkartenverkauf im Bahnhof verzichtete er: „Alles Stolpersteine. Es ist schon schwierig genug, Investoren zurzeit für Wildeshausen zu begeistern.“ Er brachte zudem die Anregung ein, auch über Erbbaurecht nachzudenken.

Vom zunächst vorgesehenen Höchstgebot sah der Ausschuss letztlich ab. Damit behält die Stadt die Option, ein womöglich niedrigeres Gebot mit ansprechenderem Konzept nehmen zu können. Auf Wunsch Temming-Hanhoffs wurde ergänzt, dass neben dem Abriss des Gebäudes und Neubau im Stil des alten Bahnhofs mit ungefähr jetziger Größe auch eine Sanierung durch einen Investor möglich sei. Binnen zwei Jahren nach Rechtsverbindlichkeit des Bebauungsplans soll das neue Gebäude fertig sein.

„Labyrinth der Vorschriften“

Rechtsanwalt Rainer Nümann hatte den Bau- und Umweltausschuss vorgewarnt: „Ein etwas anspruchsvolles Thema“ habe er vorzustellen beim Vergabeverfahren Bahnhof. Es gehe um ein „Labyrinth von Vorschriften“. Dann warf er mit Vorgaben, Europäischer Gerichtshof, OLG Düsseldorf, BauGB etc., nur so um sich. Einwurf nach 15 Minuten von UWG-Ratsherr Rainer Kolloge: „Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Die Ratsmehrheit interessiert das Ergebnis.“ Das gab es 15 Minuten später. Nümann bestätigte den Vorschlag der Verwaltung als rechtlich gangbaren Weg.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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