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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Lebensmittel-Ausgabe: Tafel braucht mindestens 80 Quadratmeter

13.08.2015

Ganderkesee Die Tafel platzt aus allen Nähten! „Wir brauchen mehr Platz“, das muss Fritz-Werner Bergmann den Besuchern von der FDP am Mittwochnachmittag eigentlich gar nicht sagen – sie sehen ja mit eigenen Augen das Gedränge in der kleinen Ausgabestelle der Delmenhorster Tafel am Ring in Ganderkesee: Hinter der schmalen Ladentheke, die vollgestellt ist mit Körben, versuchen vier Tafel-Mitarbeiter, sich beim Bedienen nicht gegenseitig auf die Füße zu treten, und vor ihnen stehen die Kunden dicht gedrängt, die meisten müssen draußen vor der Tür warten.

Und von Woche zu Woche werden es mehr: Vor allem die wachsende Zahl der Flüchtlinge beschert der Tafel starken Zulauf. Inzwischen sind 247 Personen, darunter fast 100 Kinder, als Kunden der Ganderkeseer Ausgabestelle registriert; knapp 20 Prozent davon sind Flüchtlinge – Tendenz: stark steigend. Genügend Lebensmittel sind stets vorhanden, das ist nicht das Problem. Es ist nur viel zu eng auf den, so Bergmann, „29,8 Quadratmetern inklusive Klodeckel“. Gebraucht würden mindestens 80 Quadratmeter, möglichst in zentraler Lage.

„Wir nehmen das auf“, versicherten FDP-Ortsvorsitzende Marion Daniel und Christian Dürr, Landtags-Fraktionschef der Liberalen, die sich mit weiteren Parteifreunden am Mittwoch ein Bild von der ehrenamtlichen Tafel-Arbeit machten. „Großartig, wie hier die Leute die Ärmel hochkrempeln“, lobte Dürr.

„Wir bekommen aber auch viel zurück“, berichtete Waltraud Bergmann, die die Lebensmittelausgabe koordiniert. Aus Kunden-Kontakten entstehen persönliche Beziehungen, und dann werden die Tafel-Helfer auch schon mal zu einer syrischen Geburtstagsfeier eingeladen.

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Zur Integration trägt die Ausgabestelle ebenfalls bei: Basel Taifour und Sepan Lawand, zwei junge Syrer, helfen ebenso mit wie Irena Japs aus Weißrussland. Gerade mit Blick auf die hohe Zahl an Flüchtlingen sind sie für die Aufgabe bestens geeignet, schließlich kennen sie die Ernährungsgewohnheiten in der arabischen Welt. „Wir achten darauf, dass wir Muslimen kein Schweinefleisch geben“, erklärt Waltraud Bergmann. Auch Hähnchen geht nicht, Rind oder Pute nur, wenn es „halal“ ist, also „zulässig“ geschlachtet.

Auch an diesem Mittwoch bleiben am Ende der Ausgabe viele Fleisch- und Wurstwaren übrig. Das werde nachher abgeholt und an Tiere verfüttert, versichert Waltraud Bergmann. „Bei uns wird nichts weggeworfen!“

Hergen Schelling Leitung / Redaktion für den Landkreis Oldenburg
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