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Aktualisiert vor 17 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Zum ersten Mal im Scheinwerferlicht

08.12.2017

Thienfelde Das er noch mal in einem Film mitspielen würde, damit hat Rudolf Schwarting nicht gerechnet: Der 79-jährige Landwirt aus Thienfelde stand vor einigen Wochen für die Dokumentation „Als der Trecker kam und das Pferd verschwand – norddeutsche Landwirte erinnern sich“ vor der Kamera.

Die Produzenten Ernst Matthiesen und Marion Wilk aus Ostereistedt bei Zeven möchten zeigen, wie der Einzug der Technik die Arbeit auf den Höfen verändert hat. Waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts starke Pferde noch unentbehrlich, setzte sich in den 1950er Jahren die Vollmotorisierung durch – es gab so viele verschiedene Marken und Zulassungen wie nie. Neben Schwarting standen auch ein 84-jähriger Landwirt und Lohnunternehmer aus der Lüneburger Heide und ein 83-jähriger Landwirt aus dem Landkreis Rotenburg/Wümme vor der Kamera.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass es gerade in diesen Zeiten wichtig ist, Themen aus der kleinbäuerlichen Landwirtschaft engagiert aufzugreifen“, erklärt Ernst Matthiesen. Seine Partnerin ergänzt: „Die Erfahrungen und Erlebnisse der Landwirte haben uns tief beeindruckt! Man kann gar nicht genug Hochachtung haben, wenn man sich klar macht, unter welch schwierigen Verhältnissen die Menschen damals auf dem Land gelebt und gearbeitet haben – das sollte nie vergessen werden.“

Die Filmemacher hatten das Landvolk um Hilfe bei der Suche nach Protagonisten gebeten. So sind sie schließlich auf Rudolf Schwarting aufmerksam gemacht worden. Der musste zwar ein wenig überlegen, sagte dann aber zu. Auch ihm ist es wichtig, dass die nachfolgenden Generationen erfahren, wie früher gearbeitet wurde.

Rund drei Stunden haben ihn die Filmemacher in seinem Wohnzimmer interviewt. „1941, da waren wir der erste Betrieb im Dorf, der einen Schlepper hatte. Und ab 1950 nach dem Krieg, da kamen die meisten Betriebe hinterher“, schildert Schwarting im rund 55-minütigen Film, für den er auch historische Fotos herausgesucht hat. Zudem zeigt die Dokumentation Filmmaterial vergangener Jahrzehnte.

Wenn er die Wahl hätte, würde er die heutige Arbeitsweise bevorzugen, sagt Schwarting. Früher sei die Arbeit auf dem Hof körperlich sehr anstrengend gewesen, berichtet er und erinnert sich, wie er selbst auf Knien auf dem Acker saß und die Kartoffeln per Hand erntete. Allerdings gibt der 79-Jährige auch zu bedenken, unter welchem Druck die Landwirte heute stehen: Wer nicht rechtzeitig in die neuste Technik investiere, könne mit der Konkurrenz nicht mithalten. Zudem habe der Papierkram erheblich zugenommen.

Mit seinem Auftritt ist Rudolf Schwarting fast zufrieden: „Über die Pferde hätte ich gerne noch mehr erzählt, ich habe mich zu sehr auf die Maschinen konzentriert. Aber ansonsten ist das in Ordnung“, findet er.

Der Dokumentarfilm ist ab sofort auf DVD erhältlich und kann für Veranstaltungen gebucht werden.


Mehr Infos unter   www.mawi-media.de 
Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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