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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Müllvermeidung In Ganderkesee: Plastiktüten können hier einpacken

03.03.2020

Thienfelde Wer im eigenen Haushalt weniger Plastikmüll haben will, hat dafür viele Möglichkeiten. An vorderster Stelle steht die Wahl der Einkaufsmöglichkeiten. Der Bauernhof um die Ecke schweißt wohl keine Gurken ein, aber ist der Kauf von Lebensmitteln bei örtlichen Erzeugern und Anbietern wirklich plastikfrei? Die NWZ hat sich dazu mit zwei Landwirtinnen aus Ganderkesee unterhalten.

Eingemachtes im Glas

„Meine Hühnersuppe biete ich im Glas an“, sagt Tanja Schwarting. In Thienfelde betreibt sie einen Hofladen in dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb. Kartoffeln, Eier und Eingemachtes gibt es dort zu kaufen. Auf Plastik verzichtet Schwarting, wann immer es geht. „Ein Glas ist wiederverwertbar und praktisch“, erklärt sie, „ich muss nur die Deckel nach Gebrauch ersetzen, zur Sicherheit.“ Ihre Suppe in Schläuche einzuschweißen, käme für sie nicht infrage.

Weniger Plastik als früher erlebt auch Maja Denker, die auf dem Marktstand des familieneigenen Gemüsehofs in Kühlingen arbeitet: „Wir bieten auch Stoffbeutel an und die werden sehr viel benutzt.“ Vor allem junge Menschen seien oft mit alternativen Tragemöglichkeiten unterwegs. Ein Vorteil sei, dass die Beutel gewaschen werden können.

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„Stoffbeutel haben einen Durchbruch erlebt“, bestätigt Schwarting. Für ihren Ladenbetrieb seien die aber weniger relevant, da die Kunden mit dem Fahrrad oder dem Auto kommen. „Wir sind ja etwas weiter außerhalb, muss man ehrlicherweise sagen.“

Plastik manchmal besser

Ganz auf Plastik verzichten kann sie indes nicht: „Bei Kartoffeln wird das sehr schwierig.“ Aufgrund des hohen Gewichts und der Notwendigkeit, die eng aneinander liegenden Knollen zu lüften, seien die bekannten Säcke aus Kunststoffnetz kaum zu ersetzen. „Vor allem feuchte Kartoffeln sind ohne Plastik sehr schwierig zu lagern“, ergänzt Denker.

Auch beim Verkauf von Eiern verwendet Schwarting Träger aus Kunststoff. „Die sind aber über ein Jahr im Einsatz“, sagt sie. Mit Eierpappen gebe es deutlich mehr Abfall. „Es geht eben nicht ganz ohne Plastik.“ Solange es sich um wiederverwertbare Lösungen handelt, sei das aber unproblematisch. „Glas kann man nicht überall gut einsetzen“, gibt Schwarting zu bedenken.

Speziell zur Frage, was im Alltag praktisch ist, gebe es unter Verbrauchern auch noch falsche Vorstellungen, erklären die beiden Frauen. „Landwirtschaftliche Erzeugnisse kommen nicht aus dem Bilderbuch“, sagt Schwarting. „Das ist letztendlich auch Arbeit und nicht nur Idylle.“

Auch ohne „Bio“ gut

Der Gemüsehof Denker habe auch bewusst auf Bio-Labels verzichtet, wie Maja Denker berichtet. „Wir werden öfter danach gefragt, aber die Auflagen sind zu hoch. Und wir haben trotzdem gute Produkte.“ Dazu gehöre hier und da auch der Einsatz von Plastik in der Produktionskette.

Wer regional und mit wenig Verpackungsmüll kaufen möchte, muss sich auch auf saisonale Produkte einstellen. „Ein Fruchtgelee gibt es bei mir dann vielleicht nur ein Vierteljahr lang, das ist dann eben so“, sagt Tanja Schwarting. Auch Denker steht für Saisonales. „Es gibt Kinder, die müssen noch lernen, was Wintergemüse ist.“ Der Verkauf auf Vertrauensbasis funktioniere aber in Schwartings Hofladen und wie auch bei der Kartoffelkiste von Denker gut. „Schwund ist überall, aber es hält sich doch in Grenzen“, findet Maja Denker. „Da ist bei den Kunden viel Ehrlichkeit im Spiel“, sagt Tanja Schwarting.

Arne Haschen Redakteur / Redaktion Ostfriesland
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