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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tonnenweise Aale für die heimischen Gewässer

17.06.2015

Wildeshausen Die Zahl der Aale in den heimischen Gewässern nimmt immer weiter ab. Experten sprechen längst von einer bedrohten Tierart. Damit der Aalbestand nicht weiter wegbricht, haben Fischereivereine in den vergangenen Jahren viel in Besatzmaßnahmen investiert.

Das honoriert auch die Landesregierung in Hannover. Seit 2011 bezuschussen das Land und der Europäische Fischereifonds die Bestandserhaltung. Zur Finanzierung stellt Niedersachsen in diesem Jahr bis zu 200 000 Euro bereit. Die Anträge mussten beim Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) gestellt werden.

Die Wildeshauser Angler sind von Anfang an dabei und beteiligten sich jetzt bereits zum fünften Mal an dem Programm. Fast 27 000 Aale mit einem Gesamtgewicht von 135,7 Kilogramm entließ der Fischereiverein Wildeshausen an vielen Stellen in der oberen Hunte und den angeschlossenen Altarmen. „So stützen wir den Bestand weiter. Insgesamt haben wir diesmal für 6600 Euro Aale gekauft“, berichtet der 1. Vorsitzende Jens Pfänder. Er hofft, dass die Hälfte der Summe aus Hannover wieder zurückfließt.

Auch in Wildeshausen ist der Aalbestand in den Jahren arg geschrumpft: Vor über 30 Jahren fingen die damals 300 Mitglieder rund 4000 Aale. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 647 Stück – dabei hat der Verein jetzt über 1000 Mitglieder mehr. Allerdings: „Es geht wieder leicht aufwärts mit den Fangzahlen“, stellt Ralf Siemer, der Beauftragte für Naturschutz und Umwelt im Verein, fest.

Neben dem massiven Aalbesatz trage auch eine andere Maßnahme dazu bei: Die Wildeshauser waren vor einigen Jahren der erste Verein im Landesverband, der beschlossen hat, das Schonmaß für den Aal von 35 auf 45 Zentimeter heraufzusetzen.

Der im Landkreis heimische Aal laicht in der Sargassosee in der Nähe der Bahamas. Die winzigen Larven machen sich später mit dem Golfstrom auf den beschwerlichen Heimweg durch den Atlantik. Als fast durchsichtige Glasaale erreichen sie nach knapp drei Jahren die europäischen Küsten und steigen dann in die Binnengewässer auf.

Massive Überfischung, insbesondere in Südeuropa, Wasserkraftwerksturbinen, Umweltverschmutzung und ein starker Anstieg der Kormoranpopulation werden von Experten als wesentliche Gründe für den dramatischen Rückgang des Aals genannt.


     www.fischereivereinwildeshausen.de 
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