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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Trockenheit wird bald gefährlich

27.04.2011

GANDERKESEE „Jetzt wird es Zeit, dass wir Regen bekommen“, fasst Jan-Bernd Meyerholz die Bedenken der Land- und Forstwirte in der Gemeinde Ganderkesee zusammen. Bisher habe das trockene Wetter keine Schäden auf den Getreide- und Maisfeldern verursacht, erklärt der Landwirt, trotzdem erkenne er bei Roggen und Weizen erste Anzeichen des Wassermangels: „Das Korn verliert die Farbe, man erkennt hellere Streifen.“

Spekulieren möchte der Landvolkvorsitzende nicht, ob bei länger anhaltender Hitze größere Schäden an der Ernte entstehen könnten. „Dafür ist es noch zu früh“, erklärt Meyerholz. Jetzt könne man nur auf Regen hoffen.

Ähnlich sieht das Harm Dierk Kämena. Der Vorsitzende des Landvolkes Schönemoor baut auf seinem Hof Futterpflanzen und Viehgetreide an, dramatische Schäden seien hier bisher nicht entstanden. „Das Wetter ist schon manchmal ärgerlich, aber sich aufzuregen bringt nichts. Man muss es so nehmen, wie es kommt.“ Die Feuchtigkeit im Boden habe sich zwar gut gehalten, aber auch er wünsche sich bald regnerisches Wetter.

Extra bewässert wird auf Ganderkeseer Feldern nicht – bisher sei das nicht nötig gewesen, erklärt Rudolf Schwarting, Landwirt und Spargelbauer. „Eine Bewässerungsanlage kostet viel Geld, und wenn man sie nur alle paar Jahre benötigt, das lohnt sich nicht.“ Schwarting studiert täglich den Wetterbericht. Schauer sind angesagt. Falls es nicht regnet, können am frisch gelegten Mais Schäden entstehen, der unregelmäßig keimt und dann ungleich aufwächst. Bei den im Frühjahr gesäten Pflanzen sei aber noch nichts verloren. „Nur das Wintergetreide – Roggen, Gerste und Weizen – dürstet schon.“ Die Ernteerträge sehe er nicht gefährdet.

Gefahr herrscht vielleicht noch nicht auf den Feldern, aber in den Wäldern: „Ich beobachte das trockene Wetter mit großer Sorge“, erzählt Günter Westermann. Der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Oldenburg/Delmenhorst sieht eine akute Waldbrandgefahr in der Region: „Der Humusbelag ist knochentrocken, da reicht ein Funke aus.“ 2011 sei das dritte Jahr in Folge, in dem diese Frühjahrstrockenheit vorherrsche – vergangenes Jahr habe sie bis Ende Juli angedauert. „Verluste befürchte ich vor allem wieder im Bereich der neu gepflanzten Kulturen. Diese kleinen Bäume haben ohne Wasser keine Möglichkeit aufzuwachsen.“

Regnen muss es also, nur sintflutartig strömen darf es nicht: Sonst bestehe die Gefahr, dass der trockene Boden weggeschwemmt werde, erklärt Meyerholz. „Aber die Natur regelt das meistens von selbst ganz wunderbar.“

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