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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Unmut über Lärmschutz-Pläne der Bahn

01.11.2013

Stenum Ernüchtert bis unzufrieden dürften am Donnerstagabend rund 60 Bürger eine Informationsveranstaltung verlassen haben, zu der die Gemeinde ins Stenumer Hotel Backenköhler eingeladen hatte. Uwe Kortylak von der DB- Projektbau stellte die konkretisierten Planungen zu den Lärmschutzmaßnahmen entlang der Bahnstrecke Oldenburg – Bremen vor.

Bereits vor einem Jahr hatte Kortylak die Politik über die Maßnahmen informiert, die der Bund im Rahmen seines Lärmsanierungsprogramms an Bundesschienenwegen fördert. Schon damals zeigte sich der zuständige Fachbereichsleiter Peter Meyer unzufrieden mit dem Umfang der Maßnahmen. Jedoch handele es sich, wie er erneut betonte, ja um eine freiwillige Leistung des Bundes.

Der Bund unterscheidet zwischen aktivem und passivem Lärmschutz. Ersterer – also der Bau von Lärmschutzwänden – ist auf sechs Streckenabschnitten im Gemeindegebiet förderfähig. Der größte Teil befindet sich in Bookholzberg, kürzere Abschnitte in Rethorn, Schierbrok und Hoykenkamp. 4,5 Millionen Euro stellt die Bahn für die Maßnahme zur Verfügung, hinzu kommen die Kosten für passiven Lärmschutz – bauliche Veränderungen an Gebäuden, die sich in einem Korridor von 120 Metern rechts und links der Bahnstrecke befinden und vor dem 1. April 1974 gebaut wurden. Der Bund übernimmt in diesem Fall 75 Prozent der Kosten, etwa für den Einbau von Lärmschutzverglasung.

Unmut regte sich am Donnerstag, als Kortylak die entsprechenden Pläne vorlegte. So zweifelten die Anwesenden in mehreren Fällen die Korrektheit der Datenbasis an – etwa im Fall eines Schierbroker Supermarktes, dessen Umbau förderfähig sein soll, obwohl er nachweislich deutlich nach 1974 gebaut wurde. Peter Meyer bot an, die Pläne im Internet zur Verfügung zu stellen, so dass jeder Bürger die Möglichkeit habe, gegebenenfalls auf falsche Daten hinzuweisen.

Prinzipiell möglich ist laut Meyer auch, dass sich Anlieger aus Bereichen ohne förderfähigen aktiven Lärmschutz zusammentun, um möglicherweise mit eigenen Mitteln und auf eigenen oder kommunalen Flächen Lärmschutz zu errichten. Die Gemeinde stehe gerne beratend zur Seite, betonte er.

Otto Sackmann, Ratsherr der UWG Ganderkesee, wies am Rande der Veranstaltung auf einen Antrag hin, den er bereits 2004 gestellt hatte. Darin hatte er der Verwaltung empfohlen, Lärmschutzmaßnahmen im Rahmen des Planfeststellungsverfahren des Jade-Weser-Ports zu fordern.

Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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