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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Unternehmer verstehen ihr Handwerk

30.11.2013

Hude Keine Frage: Die Gewinner des Huder Unternehmerpreises 2013 verstehen ihr Handwerk – und das schon lange. Unter den 18 Bewerbungen hat die Jury fünf besonders hervorragende Beispiele herausgefiltert, die die Oberbegriffe „Familienunternehmen“ sowie „Handwerkstradition“ auf gelungene Weise widerspiegeln.

Die Firmeninhaber Sven Loewenstein, Heiko Posegga, Werner Osterloh, Ralf Rüdebusch und Michael Schütte nahmen am Freitag während einer Feierstunde in der Wassermühle Urkunden aus den Händen von Bürgermeister Axel Jahnz entgegen – viermal in gläserner Form, gestaltet in der Glasmanufaktur Thom in Altmoorhausen, einmal als Papierversion. weil eine Glastrophäe beim Transport Schaden genommen hatte. Die Neuanfertigung wird nächste Woche nachgereicht.

Rückgrat der Wirtschaft

Der Freude unter den Preisträgern tat das Malheur keinen Abbruch: Alle Ausgezeichneten bedankten sich für die Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wird. Genau darum ging es bei der Preisverleihung: „Wir wollen würdigen, dass Mittelstand und Handwerk eine besondere Bedeutung haben, es geht nicht nur um die Großen“, betonte Bürgermeister Axel Jahnz. Mit ihrer Beständigkeit über Generationen hinweg, dem familiären Einsatz und ihrem Ideenreichtum seien die prämierten Unternehmer das „Rückgrat unserer Wirtschaft“, ergänzte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Huder Rates, Carsten Möhlenbrock.

Hans-Werner Aschoff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg, gehörte ebenso wie Carsten Möhlenbrock, Andreas Otte (Gewerbe- und Verkehrsverein Hude), Dieter Dalle (Werbegemeinschaft Wüsting) und Sabine Zapf-Walter (Huder Unternehmerinnen) zur Jury, der Hudes Wirtschaftsförderer Roland Arndt begleitend zur Seite stand. Aschoff lobte, dass die Gemeinde Hude zeige, wie wichtig ihr Wirtschaft ist. Man habe sich in der Jury schnell dazu entschlossen, Firmen auszuzeichnen, die es innerhalb der Inhaberfamilie geschafft haben, die Betriebsnachfolge zu organisieren.

Badekarren begeistern

 Bei der Tischlerei Loewenstein war die Jury besonders von der Idee, Badekarren nach historischem Vorbild zu bauen, begeistert. Die Badewagen werden u. a. auf Norderney als Umkleidekabinen und Standesamt-Außenstelle sowie im Kreis Cuxhaven als Strand-Kassenhäuschen eingesetzt.

Die Zimmerei Posegga gilt der Jury als „vorbildliche Firma“: Hier war die Beibehaltung eines traditionellen Handwerks in Kombination mit innovativem Hausbau preiswürdig.

Sehr angetan zeigten sich die Juroren auch von der erfolgreichen Firmengeschichte des Autohauses Rüdebusch, die insbesondere in den vergangenen 15 Jahren großes Tempo in der Entwicklung gezeigt habe, aber den Ursprung der Familientradition nicht außer acht lässt – schließlich hat Ralf Rüdebuschs Opa 1914 den ersten Feuerwehrwagen der Huder Ortswehr auf einem Lloyd-Chassis gebaut.

Die Schmiede Osterloh ist für die Jury ebenfalls ein Paradebeispiel für den Erhalt eines traditionellen Handwerksbetriebes innerhalb der Familie. Eine spannende Historie wird ebenso dem Kfz-Betrieb Schütte attestiert. Zudem gelte die Firma als kommunikativer Treffpunkt für „Alt- und Neu-Wüstinger“.

Untermalt wurde die Feierstunde von Sabine Zapf-Walter mit Flötentönen – auch sie verstand ihr Handwerk.

Fünf Preisträger blicken auf lange Familientradition zurück

Die Tischlerei Loewen- stein gibt es seit 1999. Inhaber Sven Loewenstein ist die Neigung zum Tischlerhandwerk in die Wiege gelegt worden: Schon in früher Kindheit hat er viel von seinem Vater, einem Zimmermann, und seinem Onkel, einem der letzten noch aktiven Stellmachermeister, gelernt. Seit 1997 ist Sven Loewenstein Tischlermeister.

Die Zimmerei Posegga blickt auf mehr als 110-jährige Erfahrung zurück: Die um 1900 von Zimmermeister Heinrich Vosteen gegründete Firma wird in vierter Generation von Zimmermeister Heiko Posegga geführt. Posegga ist Sprecher der Huder Handwerkerschaft und Präsident des Verbandes „High- Tech-Abbund“ im Zimmereihandwerk.

Das Autohaus Rüdebusch hat seine Wurzeln im Jahr 1914: Dietrich Rüdebusch legte mit Schmiede und Wagenbau den Grundstein. Seit 1963 ist das Autohaus Partner der Ford-Werke, 2003 wurde das Portfolio durch die Marke Skoda erweitert. 2008 ließ Inhaber Ralf Rüdebusch die Betriebsstätte „Auf der Nordheide 40“ zum hochmodernen Autohaus umbauen.

Die Schmiede Osterloh ist seit 1910 ein Begriff. Gegründet von Johann Osterloh, übernahm Sohn Walter 1951 den Betrieb. Seit 1987 führt der Enkel des Gründers, Werner Osterloh, die Firma. Dessen Sohn Michael wird die Familientradition fortsetzen. Neben der Reparatur von Landmaschinen und Traktoren werden u. a. Balkon- und Treppengeländer gefertigt.

Der Kfz-Betrieb Schütte in Wüsting wurde 1867 von der Familie Schütte als Schmiede gegründet. 1972 nahm Helmut Schütte für die Umwandlung in einen Kfz-Betrieb vor. 1982 wurde die Werkstatt mit Autoverkauf und Tankstelle am heutigen Standort eröffnet und 1996 um eine Waschanlage erweitert. 2010 übernahm Sohn Michael die Leitung.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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