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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

DEMENZ: Vertrautes Wohnumfeld bietet ausreichend Schutz

27.10.2006

HUDE Alzheimer ist nur eine Form von Demenz. Aber es gibt auch andere Ursachen, wie Infarkte im Gehirn.

Von Benno Hespe HUDE - Um Demenzerkrankungen ging es unter dem Titel „Zugang zu der anderen Welt“ auf einer Informationsveranstaltung, zu der die Huder Agenda-21-Frauen in die Begegnungsstätte Kulturhof eingeladen hatte. Dazu begrüßte Marlies Pape von der Agenda-Gruppe außer den rund 20 Besucherinnen und Besuchern Beate Klapper von den Landdiensten in Brettorf als Referentin.

Bei Demenz handelt es sich, wie Beate Klapper ausführte, um eine Beeinträchtigung der Gehirnfunktion. Diese geht einher mit Intelligenzdefekten und Gedächtnisstörungen und führt dazu, dass eine selbstständige Lebensführung nicht mehr möglich ist. Während bei den 60- bis 70-Jährigen Demenz noch keine große Rolle spielt, sind bei den zwischen 70 und 80 Jahre alten Menschen sieben Prozent davon betroffen. Bei 80- bis 90-Jährigen ist es sogar jeder Fünfte.

Nach Schätzungen von Patientenverbänden leben in Deutschland von den zwölf Millionen Menschen, die älter als 65 Jahre sind, etwa 1,2 Millionen mit altersbedingten Hirnleistungsstörungen. Da der Anteil an älteren Bundesbürgern steigt, wird vermutlich der Prozentsatz der an Demenz Erkrankten weiter zunehmen. Etwa 900 000 Betroffene werden den mittelschweren und schweren Stadien zugerechnet. Sie sind nicht mehr in der Lage, ein selbstständiges Leben zu führen.

Wie die Referentin weiter sagte, gibt es verschiedene Arten von Demenz, darunter die vom Typ Alzheimer. Hervorgerufen wird die Krankheit u. a. durch Mangelernährung, Infektionen, Drogen oder Alkohol. „Da bleiben meistens Schäden zurück“, so Klapper. Während der Verlauf bei Alzheimer schleichend ist, verläuft er beispielsweise beim (gefäßbedingten) Multi-Infarkt-Demenz in Schüben und schneller als bei Alzheimer.

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Beate Klapper, die in Ganderkesee-Heide eine Wohngemeinschaft mit neun Demenzkranken leitet, nannte gewisse Regeln, die das Leben der Betroffenen erleichtern können. Dazu gehört ein vertrautes Wohnumfeld, das ausreichend Schutz bietet. Für Herd und Wasserhahn z.B. gibt es technisch viele Sicherungen. Vor allem in einem Heim sollte das Wohnumfeld angenehm und überschaubar gestaltet sein, schließlich sollten sich die Betroffen, so gut es geht, wohl fühlen.

Weiter sollte für eine Beschäftigung gesorgt sein, denn dadurch verlangsamt sich der geistige Abbau. Außerdem füllt sie aus und macht zufrieden. Den Demenzkranken fehlt es an der Realität, sie leben in einer Traumwelt. Familienangehörige müssen deshalb im Umgang mit den Erkrankten viel Geduld aufbringen. Im Laufe des Vortragsabends entwickelte sich ein Gedankenaustausch, in dem einige Besucherinnen ihre Erfahrungen mit an Demenz erkrankten Angehörigen schilderten.

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