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MITTELSTAND: Viel Kreativität für die Kartoffel

23.07.2009

Eckdaten aus der Firmengeschichte

Gründung: 1967 durch Reinhold Stöver

Gesamtumsatz: etwa 200 Millionen Euro bei der Firma Agrarfrost

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Mitarbeiter: rund 500

Kartoffelanbau:

7000 Hektar Anbaufläche, 400 Vertragslandwirte,

30 Agraringenieure

Lagerung: klimatisierte Lagerhallen in Aldrup für etwa 250 000 Tonnen Kartoffeln

Produktion:

200 000 Tonnen Kartoffelprodukte, dazu 20 000 Tonnen Kartoffelsnacks und 5000 Tonnen Kartoffelflocken

Verarbeitet werden pro Jahr mehr als 450 000 Tonnen Kartoffeln, davon etwa 300 000 Tonnen in Aldrup und 150 000 Tonnen in Oschersleben.

Von den knapp 390 000 Tonnen in Deutschland produzierten Tiefkühlkartoffelprodukten kommt etwa die Hälfte aus dem Haus Agrarfrost. Das Unternehmen exportiert auf alle Kontinente. Kürzlich wurde sogar ein Büro in China eröffnet.

Das Familienunternehmen sei grundsolide aufgestellt, befand der Ostfriese. Manager Wulf monierte Beihilfen für Betriebe in Belgien.

Von Stefan Idel

Aldrup Insgesamt mehr als 450 000 Tonnen Kartoffeln verarbeitet Agrarfrost pro Jahr. Mit dieser Menge an Kartoffeln könnte man das Land Bremen knapp ein Jahr ernähren. Kein Wunder, dass Niedersachsens CDU-Generalsekretär Ulf Thiele sich am Mittwoch viel Zeit nahm, um im Rahmen seiner Sommertour Deutschlands größten Kartoffelverarbeiter in Aldrup bei Wildeshausen zu besuchen. „Niedersachsens familiengeführte Unternehmen sind grundsolide aufgestellt“, zog der 38-jährige Betriebswirt aus Remels (Ostfriesland) eine vorläufige Bilanz seiner Tour durch 50 Betriebe.

Agrarfrost-Geschäftsführer Manfred Wulf stellte das von Reinhold Stöver gegründete Unternehmen vor. Er berichtete auch von der notwendigen Restrukturierung im Jahr 2007, als sich die Gruppe vom Stöver-Frischdienst, Weser-Feinkost und der Logistik-Sparte trennte. Dabei seien alle Arbeitsplätze erhalten geblieben. Agrarfrost konzentriere sich stärker auf seine „Kernkompetenz“, die Kartoffel, und habe erheblich in die Rohware investiert. Das Thema Nachhaltigkeit habe einen herausragenden Stellenwert: „Kontrollierte Qualität ist die Zukunft“, so Wulf.

In der Diskussion um Landwirte als „Energiewirte“ zog der Agrarfrost-Manager eine klare Linie: „Wir wollen hier langfristig Kartoffeln anbauen.“ Im Gespräch mit Thiele kritisierte Wulf Beihilfen für die Lebensmittelbranche, wie sie beispielsweise in Belgien möglichen seien. Der CDU-General wies aus Landessicht darauf hin, dass viele Landwirte ein „zweites Standbein“ benötigten. Begleitet wurde Thiele von der heimischen CDU-Bundestagskandidatin Astrid Grotelüschen (Ahlhorn), den Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Ansgar Focke, dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Michael Steinhoff sowie dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Dr. Volker Pickart und seinen Fraktionsmitgliedern Christa Plate und Uwe Leinemann. „Es ist faszinierend zu sehen, mit wie viel Kreativität aus dem Produkt Kartoffel eine Wertschöpfungskette entsteht“, sagte Grotelüschen. Sie hatte Thiele schon zu den Seekabelwerken nach Nordenham und zur Linoleumwerke AG in Delmenhorst begleitet.

Beim Rundgang durch den Betrieb erläuterte Produktionsleiter Thomas Modigell, wie Kartoffeln unter Dampf geschält oder mit 80 Stundenkilometern durch einen Messerblock gejagt werden – um als Pommes frites auf dem Fließband zu landen. Thiele zeigte sich beeindruckt. Allein, dass er beim Rundgang aus Hygienegründen eine rote Haube tragen musste, behagte dem „schwarzen General“ weniger.

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