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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wirtschaft: „Viele Betriebe, wenige Bewerber“

01.02.2013

Ganderkesee /Landkreis „Der Wettbewerb um ausbildungsfähige und -willige Jugendliche im Handwerk wird immer härter“, sagt Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land. Denn die Anzahl der Schüler insgesamt werde kleiner und die Anzahl derjenigen, „die nicht mehr das nötige Rüstzeug mit sich bringen“, immer größer. Gleichzeitig sei die Nachfrage der Betriebe nach Auszubildenden unverändert groß.

„Während wir vor einigen Jahren noch einen großen Bewerberberg hatten, aus dem sich die Handwerksbetriebe die qualifiziertesten Bewerber aussuchen konnten, gibt es heute einen Bewerbermarkt – viele Betriebe, wenige Bewerber“, erklärt Günnemann. Das sorge für große Nachwuchssorgen im Handwerk – besonders bei Bäckern, Fleischern und Maurern. „Dabei gibt es perspektivisch gerade in diesen Berufen die besten Berufsaussichten“, sagte Hartmut Günnemann. Denn das Handwerk lasse sich nicht ohne weiteres durch Technik ersetzen. „Nach wie vor benötigt das Handwerk ein hohes Maß an Fertigkeiten“, so Günnemann.

Laut Holger Conrad, Teamleiter Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Oldenburg, findet sich in der Liste der fünf beliebtesten Ausbildungsberufe nur ein handwerklicher Beruf – der Kfz-Mechatroniker. „Handwerkliche Betriebe machen die Erfahrung, dass sie die Bewerber bekommen, die in den kaufmännischen Berufen nicht unterkommen“, sagt Holger Conrad. Die Jugendlichen von heute strebten eher in die „Weißer-Kragen-Berufe“ – also Bürotätigkeiten.

„Die Qualifikation der Bewerber ist zunehmend ein Problem“, berichtet auch Franz Reisch, Inhaber der gleichnamigen Tischlerei. Es sei erschreckend, wie schlecht die jungen Erwachsenen von Schulen und Elternhäusern vorbereitet würden. Er beobachte das besonders im Bereich der sozialen Kompetenzen. „Es sollte eigentlich nicht zur Aufgabe der Betriebe gehören, den Auszubildenden beizubringen, einen guten Tag zu wünschen sowie bitte und danke zu sagen“, so Franz Reisch.

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Soziale Kompetenzen sind auch für Sabine Tönjes, Inhaberin der Landbäckerei Tönjes, sehr wichtig. „Wir achten darauf, dass Arbeits- und Sozialverhalten gut und die Anzahl der Fehltage nicht zu hoch sind“, sagt sie. Eine schlechte Note in Chemie sei nicht so gravierend. „Mathe und Deutsch sind da schon wichtiger“, betont Sabine Tönjes.

Die geringere Anzahl der Schulabgänger und die schlechtere Qualifikation hätten zur Folge, dass die Landbäckerei mehr Energie in die Ausbildung stecken muss. „Und wir müssen mehr um Bewerber werben“, erklärt die Geschäftsführerin. Das sieht auch Tischlermeister Franz Reisch so. „Man muss schon etwas tun, um sich bei den Jugendlichen ins Gespräch zu bringen“, sagt er.

Matthias Geusen Volontär / NWZ-Redaktion
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