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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wald: Viele Eicheln reichen nicht für verlässliche Prognose

13.10.2011

GANDERKESEE Wer dieser Tage durch die herbstlichen Wälder der Gemeinde spaziert, dem fällt unweigerlich die große Menge an Eicheln auf, die den Waldboden bedeckt. Es scheint, als wären es sehr viel mehr als in den Vorjahren. Eine Bauernregel besagt, dass auf einen eichelreichen Herbst ein harter Winter folge. Aber stimmt dieser Eindruck und – wenn ja – die Bauernregel?

Diejenigen, die sich professionell mit dem Wald und seinen Erträgen beschäftigen, geben auf derartige Weisheiten wenig. Der Leiter der Revierförsterei Stühe, Johannes Steffens, ordnet die Bauernregel der Kategorie „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist“ zu. Steffens’ Kollege von der Revierförsterei Hasbruch, Jens Meier, sieht das ähnlich. Die Bauernweisheit stimme „zu fünfzig Prozent“ – im einen Jahr treffe sie zu, im anderen nicht, sagt Meier. Beide Förster haben keinen außergewöhnlich hohen Eichelertrag beobachtet.

Eine solch große Bedeutung, wie noch im vorigen Jahrhundert, haben die Früchte des Waldes ohnehin nicht mehr. Damals waren Eicheln, Bucheckern und Kastanien noch als Viehfutter gesammelt worden. Aus Bucheckern wurde zudem Öl gepresst, Eicheln wurden zu Kaffee-Ersatz zermahlen. Heute würden Eicheln und Bucheckern vor allem noch zur Aufforstung verwendet, erklärt Jens Meier. Aus anerkannten Saatgutbeständen würden Früchte gesammelt und an die Baumschulen weitergegeben, die diese zum Heranziehen neuer Waldbestände nutzten.

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„Als Tierfutter dienen Eicheln, Bucheckern und Kastanien bei uns nur in Notzeiten“, erklärt Rainer Städing, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten. „Grundsätzlich muss das Wild von Natur aus über die Runden kommen.“

Kastanien und Eicheln zu sammeln, um sie in den Förstereien abzugeben und dafür möglicherweise noch ein paar Euro ausgezahlt zu bekommen, ist also weder im Hasbruch noch im Stühe möglich. Dennoch sollten insbesondere Familien mit Kindern nicht aufs Sammeln verzichten, findet Städing. „Für Kinder ist es ein tolle Beschäftigung, Eicheln und Kastanien aufzulesen und damit zu basteln.“

Und noch eine Anregung hält Städing für Familien und andere Naturbegeisterte bereit: Beim Waldspaziergang besonders schöne Eicheln zu sammeln und zu Hause in der Erde anzuziehen. „Das funktioniert sogar im Balkonkasten“, so Städing. Der Trieb könne im Frühjahr ausgehoben und ins Freie versetzt werden. „Wichtig ist nur, dass man schöne pralle Eicheln ohne Loch einpflanzt.“ Nur so bekomme der Trieb ausreichend Energie zum Wachsen.

 ?zeigt einen Beitrag über Bauernregeln unter http://www.NWZonline.de/tv

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