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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Bauen und Bio künftig auf einem Hof

13.11.2018

Vielstedt Die Rinder kommen gelaufen, wenn Wolfgang Denker sich der Weide nähert und sie mit einem lauten Pfiff zu sich ruft. Jedes hat einen Namen. Sie lassen sich streicheln und schnuppern Besucher in Ruhe ab. Er wirft Brötchen auf die Weide und bürstet das Fell seiner Tiere.

Seit acht Jahren züchtet der Bauunternehmer und Inhaber der Firma Biwo Bauträger aus Vielstedt Schottische Hochlandrinder, hält außerdem seltene Hühner. Das Fleisch und die Eier verkauft er in kleinen Mengen. „Jetzt hat das Kind einen Namen bekommen“, sagt er. Denn ab sofort führt er mit seiner Frau Jessika Michalzik das Geschäft unter dem Namen „Biohof Vielstedt“. Gleichzeitig startet eine Vortragsreihe, die zu Themen wie Umwelt, Nachhaltigkeit und Gesundheit informieren soll. Veranstaltungsort soll das Naturbauhaus sein, welches Denker vor zwei Jahren auf seinem Hof gebaut hat.

Mit zwei Rindern fing alles an. „Ein Freund musste sie verkaufen“, erzählt Denker. 22 Tiere stehen nun bei ihm auf der Weide. Ein bis zwei Rinder werden jährlich geschlachtet und als Biofleisch verkauft.

Hinzu kommt der Verkauf von Eiern ganz besonderer Hühner: Ramelsloher Hühner. Diese sind vor dem Aussterben bedroht, „stehen auf der Roten Liste ganz oben“, erklärt Denker. 200 gebe es noch deutschlandweit. Davon leben zwölf als „Biohühner“ auf dem Hof in Vielstedt, bekommen Biofutter und haben jederzeit Zugang zu einem Außengehege. Männliche Küken kommen hier nicht in den Schredder. Sie werden als Schlachthühner aufgezogen.

Die Tiere und der Biohof sind nicht nur ein Hobby von Denker und seiner Frau, es ist auch eine Lebenseinstellung und eine Abkehr von der Massentierhaltung. „Der Hof soll ein Selbstversorgerhof werden“, sagt Denker. Wie zu Großvaters Zeiten. Auch Gemüse baut das Ehepaar selbst an, allerdings nur für den eigenen Verbrauch.

Zudem wollen sie die Idee des Heilfastens in das Konzept des Biohofs einbringen. Einmal im Jahr fährt das Ehepaar zum Fasten ins Kloster nach Nordrhein-Westfalen. „Da wird der Gedanke um die Ernährung einmal auf den Kopf gestellt“, so Denker – der ja eigentlich Bauunternehmer ist.

Das Bauen gehört für ihn zu einem gesunden und verantwortungsvollen Leben dazu. Sein Naturbauhaus, welches zu Anschauungszwecken auf dem Hof steht, wurde im Holzrahmenbau in Verbindung mit einem Lehmbaustoff gebaut. Im Vordergrund steht der Einsatz von natürlichen Baustoffen und wenig Technik. Das Haus ist besonders energieeffizient. Das Bauen und der Biohof gehören in Zukunft zusammen.

Um über Umweltthemen zu informieren und mit anderen ins Gespräch zu kommen, bietet Denker zukünftig Vorträge in seinem Naturbauhaus an. Los geht es mit dem Insektenkundler Dr. Wulf Carius, der am 21. November zu „Wildbienen in Garten und Landschaft“ referiert. Zuvor soll der Biohof Vielstedt noch vorgestellt werden.

Weiter geht es am 16. Januar mit einem Vortrag von Wolfgang Denker selbst: „Natürlich bauen, mit wenig Technik. Geht das?“ Besucher erfahren hier zum Beispiel, was eine Lehmwandheizung ist. Warum das Ganze? „Jeder kann etwas verändern. Das ist unser Beitrag. Wir wollen viele Menschen mit diesen wichtigen Themen erreichen“, sagt der Bauunternehmer.

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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