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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Jubiläum: Vom deftigen Eintopf zur Delikatesse

27.04.2011

SANDKRUG Es hat Adelheid und Otto Gabriel viel Mut gekostet, den ersten Selbstbedienungsladen für Lebensmittel in Sandkrug zu eröffnen. Bereits 1961 gründeten sie ihr Lebensmittelgeschäft mit Reinigung an der Bahnhofstraße 31. Zehn Jahre später wurde aus Pacht Eigentum, und das Geschäft zog in das selbst gebaute Haus an der Bahnhofstraße 35. Am 18. Mai feiert der Familienbetrieb 50-jähriges Jubiläum.

„Als wir anfingen, gab es 15 Läden, die für die Ernährung der Bevölkerung sorgten“, erinnert sich Otto Gabriel. Der 75-jährige gelernte Fleischermeister kam 1946 aus Schlesien nach Sandkrug. „Gebaut habe ich eigentlich immer“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Laden erweitert

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Die Ladengeschäfte wurden stetig erweitert – heute sind dort Kosmetiker, Optiker und ein Reisebüro ansässig. „Unser Angebot fing ganz einfach und rustikal an, und wurde immer feiner“, erzählt Adelheid Gabriel. Seit dem 6. Januar 2003 führt Tochter Meike Gabriel-Steckel mit ihrem Mann Burchardt Steckel den Laden, den sie grundlegend umgewandelt haben. Die ehemaligen Räume des traditionellen Lebensmittelgeschäfts wurden zu gastronomischen Räumlichkeiten umgebaut. Somit konnte sich der seit 35 Jahren existierende Partyservice erweitern. Heute bekommen die Gäste von Montag bis Freitag ein üppiges Mittags-Buffet geboten. Durch die Umstellung rein auf Feinkostartikel, die auch als Präsentkörbe gestaltet werden, konnte der Partyservice sich noch weiter entwickeln. „Einer unserer Leitsätze lautet: Erst das Auge und dann darf der Gaumen nicht enttäuscht werden“, sagt Meike Gabriel-Steckel.

Leidenschaft fürs Kochen

Eigentlich hatte Gabriel-Steckel ganz andere Pläne. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten entschied sie sich dazu, auf den Rat ihres Vaters zu hören. „Bei uns gab es nie den Zwang, das Geschäft zu übernehmen, was ich toll finde. Mit der Zeit habe ich einfach gemerkt, dass ich eine Leidenschaft fürs Kochen habe“, erzählt die 48-Jährige.

Früher haben Adelheid und Otto alles selber gemacht, heute zählt der Ausbildungsbetrieb 18 Mitarbeiter, davon vier Auszubildende. Was hat sich verändert in den letzten 50 Jahren? Laut Otto Gabriel gab es nach dem Krieg erst wenig, dann immer mehr zu essen. Heute seien die Leute wieder dazu übergangen, weniger zu essen. Der Personalstamm des ursprünglichen Betriebes wurde von Meike und Burchardt Steckel komplett übernommen. Dabei sind auch noch nach 35 Jahren zwei Angestellte, die bereits bei den Eltern gelernt haben.

Dritte Generation hilft

Die dritte Generation mit Maren und Klaas Steckel hilft auch schon tatkräftig im Laden mit. Allerdings ist es Meike und ihrem Mann wichtig, das auch ihre Kinder die eigene Berufung finden, genauso wie es Meike von Ihren Eltern ermöglicht wurde. Denn auch sie erlernte erst einen anderen Beruf.

Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem, dass Sandkrug nicht das gleiche Schicksal widerfährt, wie so vielen kleinen Städten und Gemeinden: „Überall setzen sich die großen Ketten durch, und alles sieht gleich aus. Ich hoffe sehr, dass das in Sandkrug nicht auch so kommt“, sagt sie.

Die NWZ-Serie stellt Firmen und Unternehmen vor, die als Mittelständler die Wirtschaft in dieser Region voran treiben.

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