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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Vom Laufsteg zurück ins Pius-Hospital

23.08.2011

OLDENBURG Seit einigen Tagen heißt es für Aleksandra Nagel wieder: Weißer Kittel und Birkenstocksandalen statt High-Heels und teuren Designerklamotten, Patienten pflegen, waschen und füttern, statt über den Laufsteg zu gehen und professionell vor der Kamera zu stehen. Die 21-Jährige, die in Ahlhorn aufgewachsen ist und mittlerweile in Emstek wohnt, setzt nun ihre Ausbildung zur Krankenschwester im Pius-Hospital Oldenburg fort.

Mit ihrem guten Aussehen und ihrer Wandlungsfähigkeit schaffte es Aleksandra in die sechste Staffel von Heidi Klums Fernsehsendung „Germany’s next Topmodel“, die von Anfang des Jahres bis Juni ausgestrahlt worden ist. Als Viertplatzierte von mehr als 18 000 Bewerberinnen musste die attraktive Blondine schließlich die Sendung verlassen und wiederholt ihr drittes Ausbildungsjahr im Pius-Hospital.

Voller Terminkalender

„Ich übe den Beruf gerne aus“, sagt die 1,72 große Blondine. Trotzdem müsse sie sich erst wieder an einen „normalen“ Arbeitsalltag gewöhnen: „Ich musste sofort elf Tage am Stück arbeiten. Jetzt trage ich Dienstkleidung statt High-Heels. Ich muss viel lernen und erst wieder reinkommen“ – reinkommen in einen Beruf, bei dem sie Patienten Katheter legen, sie waschen und füttern muss. „Ich arbeite an Patienten und stelle ihnen die Tabletten. Ich mache eigentlich alles, was dazu gehört“, sagt Aleksandra. „Derzeit arbeite ich auf der Intensivstation.“

Ihre Birkenstocksandalen tauscht die 21-Jährige aber zwischendurch noch gegen High-Heels. Einer ihrer größten Jobs nach „Germany’s next Topmodel“ war auf dem Laufsteg der Berliner Fashion-Week. Dort präsentierte sie die Kollektion von Jorge Gonzalez, dem schrillen Lauftrainer aus „Germany’s next Topmodel“.

Obwohl Aleksandra gerne Designerkleider vorführt und Fotoshootings macht, hat das Model-Dasein auch seine Schattenseiten. „Es macht mir zwar großen Spaß, ich mag meine Fans und nehme mir auch gerne Zeit für sie. Auf der anderen Seite muss ich nicht immer im Mittelpunkt stehen und möchte auch nicht anders behandelt werden als vorher“, so Aleksandra.

Jeder Tag sei „vollgestopft“, sagt sie. Ihr Terminkalender platze aus allen Nähten: „In der Woche habe ich meinen Beruf, und am Wochenende werde ich oft zu Mode-Events eingeladen“, so Aleksandra. Da bleibt auch wenig Zeit für ihre Freunde, die kaum noch mit ihr feiern gehen: „Es ist mittlerweile sehr schwer, mit mir wegzugehen“, sagt Aleksandra. „Es ist ungewohnt, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Einige wollen ein Foto mit mir, andere wollen mich umarmen.“

Freund sieht es gelassen

Wieder andere würden sie sogar anfassen wollen. Ein älteres Ehepaar hätte ihr vor kurzem ein paar Mal ins Gesicht gefasst. „Manchmal fühlt man sich, wie eine Puppe“, sagt Aleksandra. „Ich möchte gar nicht so viel Aufmerksamkeit“, so die Blondine, „auch wenn meine Kolleginnen im Pius und die Schule schon viel dazu beitragen, dass alles wieder normaler wird, werde ich für viele wohl immer das Model aus ,Germany’s next Topmodel’ sein.“ Aleksandras Freund sieht es gelassen. „Er nimmt das ganz locker. Unserer Beziehung schadet der Rummel nicht“, sagt die 21-Jährige. Im Gegenteil: das Paar sei sogar noch mehr zusammen gewachsen.

Gewachsen sei Aleksandra auch während der Model-Sendung: „Ich sehe Dinge jetzt anders und bin selbstsicherer, als vorher.“ Auch Heidi Klum sei ihr sympathisch: „Sie ist genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe. Nett, ehrlich und professionell. Manchmal hat sie mit uns sogar Mädchensachen gemacht.“

Spaß hätten ihr bei „Germany’s next Topmodel“ vor allem die ungewöhnlichen Fotoshootings und Aufgaben gemacht. Dazu gehörte unter anderem das Laufen auf einem Brett in luftiger Höhe zwischen zwei Hochhäusern. Aleksandra: „Zu solchen Sachen wäre ich ja sonst gar nicht gekommen.“ Ihr persönlicher Höhepunkt war das Schwimmen mit Schweinen. Zuerst ging es per Boot für ein Unterwassershooting in den Atlantischen Ozean bei den Bahamas. Aleksandras Modelkollegin Rebecca gewann diesen Shooting-Wettbewerb.

Mit Schweinen schwimmen

Als Belohnung durften sie mit Schweinen schwimmen. Denn vor den Bahamas gibt es die possierlichen Tierchen, die sich im Wasser wohl fühlen. „Leider waren wir nur einen Tag auf den Bahamas“, so Aleksandra. In Los Angeles hat sie die meiste Zeit verbracht: „Ich liebe L.A., Amerika sowieso. Wir waren auch einen Tag in Miami. Ich würde da immer wieder hinfahren“, schwärmt Aleksandra, die derzeit Shootings macht, um ihre Fotomappe zu erweitern. „Die Bilder von Germany’s next Topmodel reichen nicht aus für Bewerbungen“, sagt sie. Auch an einem neuen Projekt arbeite sie gerade. Aleksandra: „Das wird aber noch nicht verraten.“

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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