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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Frauenfrühstück: Vom Loslassen und der Liebe auf Abstand

12.03.2012

ALTONA Die Mutter-Tochter-Beziehung gilt als eine der intensivsten in der Familienkonstellation. Davon wusste zumindest Marieluise Bierbaum in ihrem Vortrag unter dem Titel „Oh Mutter! Von Müttern, Schwiegermüttern und Großmüttern“ beim Frühstückstreffen für Frauen im Hotel Gut Altona zu berichten. Mit je 180 Teilnehmerinnen am Freitagabend sowie am Sonnabend war die Veranstaltung erneut ausgebucht.

„Das wird kein theoretischer Vortrag“, kündigte die 65-jährige Bremer Pastorengattin gleich zu Beginn an. Bierbaum ist Mutter zweier erwachsener Kinder (39 und 35 Jahre alt), pensionierte Realschullehrerin, Schwiegermutter und dreifache Großmutter. Auf ihr Thema ist die Buchautorin („Mütter und Töchter“, Brunnen-Verlag) gestoßen, als sie ihre Mutter bei sich aufnahm, ihre Tochter aber ebenfalls noch im Hause lebte. So stand sie zwischen einer starken Mutter und einer starken Tochter. Eine Situation, die Stress und manches Missverständnis geradezu provoziert.

Marieluise Bierbaum hatte ihren Vortrag in sechs Phasen gegliedert: Mutter von kleinen Kindern, Mutter von heranwachsenden Kindern, Mutter von erwachsenen Kindern, Schwiegermutter, Großmutter und die alte, hilfsbedürftige Mutter. Ein Kind zu bekommen, so Bierbaum, sei eine Gabe und eine Aufgabe, die viel Kraft koste. Gerade in der Pubertät komme es dann darauf an, loszulassen. Die Mutter einer erwachsenen Tochter sollte Abstand halten.

Besonders schwierig werde es, wenn Töchter ihre Mütter pflegen. In dieser letzten Phase erlebe man Macht und Ohnmacht. Ihr Vortrag sorgte für reichlich Diskussionsstoff – nicht zuletzt, nachdem Bierbaum das Stichwort „Du bist wie deine Mutter“ ins Publikum geworfen hatte.

Für die überzeugte Christin war das Treffen ein Wiedersehen mit vielen Bekannten: Bierbaum war bereits Referentin des ersten Frühstückstreffens. Damals lautete ihr Thema „Wunsch und Wirklichkeit – von Bildern, die das Leben bestimmen“. Erneut hatte das Vorbereitungsteam – dazu gehören Irmtraud Hutfilter, Gudrun Grube, Petra Ostermeier, Irma Witt, Sieglinde Geyer, Suse Büdeker, Dorle Hemp und Anneliese Schnitger – eine gelungene Mischung aus Unterhaltung und Information zusammengestellt. Für die Musik sorgte Isabel Büdeker (16) am Klavier. Sie spielte Stücke wie „Barkarole“ von Tschaikowsky, den 3. Satz (Allegro)= aus Ludwig van Beethovens Sonate D-Moll op 31 Nr. 2 und eine eigene Improvisation nach „Fluch der Karibik“. Guten Zulauf hatte auch der Büchertisch, den Esther Barth und Ulrich Seitzinger von den Baptisten betreuten.

Das 33. Frühstückstreffen war vorerst das letzte. „Wir wollen eine zweijährige Atempause einlegen“, kündigte Ostermeier im Namen des Teams an. An Applaus und Komplimenten für die gute Arbeit mangelte es nicht.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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