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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Vom Tischler zum Manager

06.08.2011

In Kürze wird es an der Raiffeisenstraße in Ganderkesee eine freie Fläche geben und nichts mehr wird an die Raiffeisen-Warengenossenschaft erinnern. Hier möchte der Verbrauchermarkt Inkoop so schnell wie möglich mit dem Neubau seiner Ganderkeseer Filiale beginnen. „Es wäre super, wenn wir im Dezember 2012 eröffnen könnten, aber realistisch ist wohl das Frühjahr 2013“, sagt Bernd Oetken, einer von drei Geschäftsführern der Inkoop Verbrauchermärkte.

Oetken ist ein echter „Ganderkeseer Jung“. Er wurde 1959 geboren und ist zusammen mit seinen beiden jüngeren Schwestern in Ganderkesee aufgewachsen. Seine Eltern hatten Auf dem Goldberge eine Tischlerei und so war es für alle selbstverständlich, dass der einzige Sohn nach der Realschule in die Fußstapfen seines Vaters tritt.

Werdegang vorgezeichnet

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„Dieser Weg war vorgezeichnet und wurde auch nicht hinterfragt“, erzählt Bernd mir. So begann er 1975 eine Lehre in einer Tischlerei in Delmenhorst, die er nach drei Jahren mit Auszeichnung beendete. „Dass die Tischlerei nicht meine Herzensangelegenheit war, konnte man schon daran erkennen, dass ich nie über die normale Arbeitszeit hinaus gearbeitet habe. Lieber bin ich mit meinen Kumpels mit dem Motorrad unterwegs gewesen“, blickt Bernd zurück.

Trotzdem machte er nach seiner Lehre noch sein Fachabitur. Sein großes Hobby war das Bauen von Militär-Modellflugzeugen. Daher war nur zu verständlich, dass er seine Bundeswehrzeit bei der Luftwaffe ableistete. In Jever wurde er in der Flugabfertigung eingesetzt und führte dort die Bücher in der Flugleitung.

„Hier war ich schon im Management tätig und das hat mir sehr viel Spaß gemacht“ , berichtet Bernd Oetken. Privat war er schon seit einigen Jahren mit Heike Kosten liiert, die er bei den „Fischer Singers“ kennen gelernt hatte. Heike Kosten war eine von zwei Töchtern von Monika und Helmut Kosten, die 1963 die Inkoop Verbrauchermärkte gegründet hatten. Sehr gerne wollten Heike und auch ihre Eltern, dass Bernd mit in die Firma einsteigt. So wurde ihm nach nur einem Jahr Bundeswehr der restliche Wehrdienst erlassen, damit er am 1. August 1980 eine Lehre als Verkäufer bei Inkoop beginnen und anschließend noch eine weitere Lehre als Einzelhandelskaufmann abschließen konnte.

„Ich musste alles machen und bin nie bevorzugt behandelt worden“, erzählt Bernd mir. „Es war eine lehrreiche Zeit für mich.“ Für seinen Vater brach indes eine Welt zusammen. Auf seine Pläne, zusammen mit seinem Sohn einen größeren Betrieb aufzubauen, musste er schweren Herzens verzichten.

Von den USA inspiriert

Nach seiner Lehrzeit studierte Bernd zusammen mit seiner Heike Betriebswirtschaft in Neuwied. Im Herbst 1986 kamen beide in den Genuss eines Stipendiums für ein halbes Jahr in den USA. In Indianapolis arbeiteten die beiden in Supermärkten. Heike und Bernd erlebten dort Superlative, wie riesige Verkaufsflächen oder langen Öffnungszeiten. Das Highlight für Bernd war aber die damals in den USA schon weit fortgeschrittene EDV-Technik.

Als beide im Frühjahr 1987 wieder zu Hause waren, wurde der Betrieb komplett auf EDV umgestellt. 1988 heirateten Heike und Bernd und im Laufe der Jahre vergrößerten die Töchter Gesa, Pia, Lea und Isa die Familie. Im Geburtsjahr von Gesa wurde 1991 auch das Eigenheim in Rethorn bezogen. Während Bernd ab 1991 auch offiziell zusammen mit seinem Schwiegervater die Geschäftsführung übernahm, widmete Heike sich ganz der Familie und den Kindern.

Inzwischen ist Petra, die zweite Tochter vom Firmeninhaber, ebenfalls mit in der Geschäftsführung eingestiegen. „Uns immer wieder neu aufzustellen um immer aktuell zu sein, das ist unser Ziel“, erklärt Bernd Oetken. 1982 beispielsweise war die ganze Familie nach Aus­tralien gereist und hatte dort die Idee für das heutige äußere Erscheinungsbild von Inkoop aufgegriffen. Australien gefiel der Familie so gut, dass sie es sich hätten vorstellen können, auch hier Verbrauchermärkte aufzubauen und hier zu wohnen.

Vom Beruf ausgefüllt

Als Zuhörer spürt man, dass der Beruf Bernd Oetken glücklich macht und ihn ausfüllt. Nicht umsonst ist er in den Aufsichtsrat von Edeka Minden-Hannover gewählt worden. Seinen Töchtern lässt er bei der Berufswahl freie Hand. „Schaut Euch die Welt an“, diesen Satz haben die Töchter schon oft von ihrem Vater gehört. So studiert Gesa in Groningen Internationale Betriebswirtschaft und besucht zurzeit Studienkollegen in China. „Sie könnte sich vorstellen, einmal im Familienbetrieb zu arbeiten“, sagt Oetken. Während Lea eine begeisterte Reiterin ist, haben Gesa und Pia das musikalische Talent ihrer Eltern und Großeltern mitbekommen.

Viel Freizeit bleibt Bernd Oetken neben den Töchtern und seiner Arbeit nicht. „Ich fahre sehr gerne Fahrrad und genieße die frische Luft“, erzählt er mir. Im Nachsatz verrät er mir, dass er gerne einmal für kurze Zeit in Polynesien bei viel Sonne und Strand abschalten möchte.

Bernd Oetken, Inkoop-Geschäftsführer

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