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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Von der Schulbank in den Kuhstall

10.09.2013

Wüsting Während andere in den Ferien die Füße hochlegten, ging es für Louisa Sprock ab in den Kälberstall. Die 17-Jährige will aber nicht etwa Landwirtin werden, sondern Fremdsprachenkorrespondentin und das am liebsten bei der Firma Urban in Wüsting, in der ihr Vater tätig ist. Sprock ist in dem Unternehmen groß geworden. Seit sie acht Jahre alt ist, begleitet die Wüstingerin ihren Vater regelmäßig zu Kunden. „Was mein Vater macht, finde ich interessant, das hat mir immer sehr gut gefallen.“ Für die 17-Jährige war klar: Sie will sich einen Job suchen, mit dem sie in die Firma einsteigen kann.

Um weitere Kunden kennenzulernen, flog sie von Bremen nach Edingburgh und verbrachte einen Monat mit David Allan, der in Schottland die Tränkeautomaten vertreibt und kontrolliert. „So hatte ich beides. Ich konnte meine Sprachkenntnisse verbessern und die Arbeit dort sehen“, so Sprock.

Mit Allan reiste sie durch das Land und besuchte Kunden, die bereits einen Kälber-Tränkeautomaten besitzen, aber auch potenzielle Abnehmer. Dazu mussten sie teilweise so weite Strecken zurücklegen, dass sie in Hotels übernachteten. „Dadurch habe ich viel von der Gegend gesehen“, erzählt Sprock.

Direkt helfen konnte die 17-Jährige beim Kontrollieren und Reparieren der Automaten allerdings nicht. Um auch praktisch zu arbeiten, entschied sie sich, eine ganze Woche auf einer Farm zu verbringen. So packte die 17-Jährige auf Mackie’s Farm in Aberdeenshire, einer der traditionellen Grafschaften Schottlands, mit an. Schon morgens um 6 Uhr ging es in den Stall: Tiere Füttern, ausmisten und natürlich die kleinen Kälber an die Tränkeautomaten gewöhnen gehörten zu ihren Aufgaben. „Ich war vorher schon ein bisschen aufgeregt“, blickt Louisa Sprock zurück. Um die Nervosität abzubauen, bereitete sich die Wüstingerin vor: Sie half ihrem Onkel vor dem Abflug auf dessen Bauernhof beim Kälberfüttern.

Louisas Vater hatte bei der Reise seiner Tochter keine Bedenken. „Es ist beruhigend, dass er selber drei Töchter hat“, so Thomas Sprock. Außerdem habe er David Allan bereits zwei Mal persönlich getroffen. Louisa Sprock schätzte besonders die Gastfreundschaft der Allans. „Jetzt haben sie eine vierte Tochter“, sagt sie lächelnd.

Mit dem Abschluss als Fremdsprachenkorrespondentin hat die 17-Jährige auch das Fachabitur in der Tasche. Vor dem Einstieg in die Firma Urban möchte sie aber studieren: Betriebswirtschaftslehre oder Agrarwirtschaft zieht sie in Erwägung.

Bevor es soweit ist, möchte Louisa Sprock die nächsten Ferien erneut für ein Praktikum nutzen. Ein konkretes Ziel hat sie bisher nicht, aber große Auswahl: Urban betreut Kunden in über 40 Ländern.

Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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