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15.03.2013

Zu fortgerückter Stunde wurde nach dem Schaffermahl (NWZ  berichtete) an den Tresen der Wildeshauser Kneipen weiter gefeiert. Und es wurde diskutiert über die Reden. Landesfeuerwehr-Präsident Hans Graulich bekam dabei einen Nachrücker-Bonus, war er doch erst kurzfristig eingesprungen. Und mit ein paar launigen Zitaten hatte er immerhin den einen oder anderen Lacher auf seiner Seite. Beispiel: Steht im Winter noch das Korn, ist es wohl vergessen worn“. Oder: „Mein Verhältnis zum Plattdeutschen ähnelt dem zu meiner Frau. Ich liebe sie, aber ich beherrsche sie nicht“. Und aus Reihen der Politik bekam vor allem Klaus Wowereit so manche Spitze ab. „Früher haben wir gewusst, bei Problemen wird sich Helmut Schmidt darum kümmern. Heute sagen wir: Hoffentlich lässt der Wowereit die Finger davon“.

Noch 65 Tage bis zum Gildefest – nicht nur Oberst Ernst Frost zählt bereits die Tage. Im vergangenen Jahr hatte er noch die Frage gestellt, ob man nicht eine Woche Gilde-Fest in Griechenland feiern sollte und damit das Land retten. Oder ob ein neues Bad in Wildeshausen nicht eine bessere Investition wäre. „Ans Bad können wir einen Haken machen, Griechenland bleibt ein Dauerthema“, so Frost schmunzelnd. Und damit keine Zweifel aufkommen: In 65 Tagen wird natürlich nicht in Athen gefeiert.

Bei aller Bodenständigkeit schaut die Gilde längst schon über die Grenzen Wildeshausens und sogar Europas hinaus. „Ein Stück Blei hat alles verändert“, meinte Frost mit Blick auf König Erik Beyer. Der flog aus den USA für gerade mal 22 Stunden nach Wildeshausen ein (zum Gildefest kommt er dann für zwei Wochen). Beyer dürfte bei seiner Stippvisite kein Auge zugemacht haben, obwohl bei der Familie seines Freundes Leutnant Frank Görke ein gemütliches Gästebett für ihn bereit stand. In Anlehnung an den Gast aus den USA führte Oberst Frost eigens auch eine Oscar-Verleihung ein. Wobei der erste Oscar gleich an Erik Beyer selbst ging.

Während der amerikanische König diesmal ohne seine Familie nach Wildeshausen gereist war, konnte Schaffer Gerald Kreienborg auf familiäre Unterstützung zählen. Er hatte seine Geschwister Gerald, Petra, Walter und Volker eingeladen, die nach eigenem Bekunden die besondere Atmosphäre des Schaffermahls in Wildeshausen genossen.

Zwei Könige feierten beim Schaffermahl quasi Jubiläum. Heino Poppe regierte vor 25 Jahren. Und die Zeit als König liegt für Dr. Hans-Jürgen Schulte sogar schon 60 Jahre zurück.

Vorjahres-Schaffer und Fähnrich der Wache, Thomas Seyffart saß am unteren Ende der Tafel auf dem Fass. Mit viel Überredungskunst versuchte er nach dem Heringsessen, dem einen oder anderen Neuling den Platz auf dem Fass anzubieten. Was so richtig nicht klappen wollte. So mancher Neue war im Vorfeld ausdrücklich gewarnt worden.

Plagiats-Diskussionen machen auch nicht vorm traditionsreichen Schaffermahl halt. Nicht nur bei Doktor-Arbeiten, auch bei launigen Reden ist bei Zitaten eine Quellenangabe inzwischen Plicht. General Dr. Kian Shahidi verwies auf Anlehnungen an Dieter Nuhr, bei Festredner Hans Graulich reichte der Bogen sogar von der Bauernregel bis zur Bibel.


     bilderstrecken unter www.nwzonline.de/fotos-landkreis 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 

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