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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wildnisschule: Von Kräutern und alten Mythen

02.04.2016

Prinzhöfte Myriam Kentrup schneidet dicke Scheiben von einem Laib Brot ab, streicht kräftig duftende Kräuterbutter aus einem kleinen Glasschälchen darauf, garniert die Scheiben mit einer kleinen Blüte und reicht sie herum. „13 Kräuter sind in dieser Butter, die habe ich alle gestern Abend hier in der Umgebung gesammelt.“ Dazu gibt es einen Becher mit Tee, der nach Lakritze duftet und auch so schmeckt – und natürlich stammen auch die Kräuter dafür aus der Umgebung der Wildnisschule Wildeshausen beim Tagungszentrum Mikado in Prinzhöfte.

Seit 13 Jahren gibt es die Schule. Während sie unter Eingeweihten in ganz Deutschland durchaus ein Begriff sei, gebe es in der direkten Umgebung immer noch viele Menschen, die noch nie von der Einrichtung gehört hätten, sagt Kentrup, die Leiterin der Schule.

Vom 6. bis 8. Mai findet an der Wildnisschule der erste Teil eines dreiteiligen Lehrgangs mit dem Titel „Blütenzauber und Grüne Gefährten“ statt. Kentrup hofft, dass dann auch viele Menschen da sind, die bisher noch nie in der Wildnisschule waren. Weiter geht es im Sommer (29. bis 31. Juli) und Herbst (23. bis 25. September). Im gerade neu aufgebauten Tipi, das Platz für mehr als 20 Personen bietet, wird am Feuer gebacken und gekocht.

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Was im Wald nicht oder in zu geringer Menge wächst, findet sich im Permakulturgarten im Zentrum Prinzhöfte, der auch mit den Kursteilnehmern besucht wird.

Aus den Wildkräutern, die jetzt und in den kommenden Jahreszeiten wachsen, bereitet Kentrup aber nicht nur Essen und Getränke zu, auch Heilmittel wie Tinkturen, Salben und Öle stellt sie selbst her – und bringt natürlich auch den Teilnehmern bei, wie man das macht. Beinwellsalbe etwa hilft bei Prellungen oder Gelenkbeschwerden, der Birkenporling bei Magenproblemen, sagt Kentrup.

Ganz bewusst ist sie auch schon so früh im Jahr unterwegs. „Viele Leute glauben, jetzt wächst noch gar nichts. Aber das stimmt nicht. Jetzt sind die Kräuter ganz jung und mild“, schwärmt die Biologin für die kulinarische Qualität ihrer Ernte.

Im Sommer legt sie den Fokus mehr auf die Heilkraft der Kräuter, im Herbst , wenn die Pflanzen ihre Kraft mehr in die Wurzeln stecken, stehen diese im Mittelpunkt.

Natürlich achtet Kentrup zu jeder Jahreszeit darauf, nicht einfach blind Kräuter auszureißen. In der Wildnisschule geht es darum, genau zu beachten, was gerade gebraucht wird und schonend mit der Natur umzugehen.

Eng verbunden mit der praktischen Erfahrung beim Sammeln und Verarbeiten der Pflanzen ist das Hintergrundwissen um Mythen, überlieferte Feste und Rituale, zu denen die Pflanzen in früheren Zeiten eingesetzt wurden. „Es geht darum, sich in der Natur und in seiner eigenen Umgebung heimisch zu fühlen“, sagt die 45-Jährige.


     www.wildnisschule.de 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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