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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Von Profis und Pleiten

08.09.2009

Es war in diesem Jahr das erste Mal, dass Ganderkesee sogenannter Außenstandort des Bremer Musikfestes war. Ottavio Dantone, am Mailänder Konservatorium ausgebildeter Dirigent sowie Cembalo- und Orgelspieler, hatte es die Arp-Schnitger-Orgel angetan. Er spielte Werke von Matthias Weckmann, Dietrich Buxtehude, Johann Krieger, Georg Böhm, Johann Pachelbel und Johann Sebastian Bach. Der international renommierte Künstler, dem es die Alte Musik angetan hat, zeigte keinerlei Star-Allüren. Er war auch in der Stunde vor Konzertbeginn, in der er sich voll und ganz gedanklich auf den 70-Minuten-Auftritt konzentrieren wollte, ohne Murren noch zu einem Presse-Foto bereit. Ein echter Profi eben.

Professionell wird in Ganderkesee das alljährliche Schwimmfestival aufgezogen. Kein Wunder, denn der gastgebende Verein verfügt inzwischen über 19 Jahre einschlägige Erfahrung. Und dazu gehört auch die Organisation einer Großveranstaltung bei schlechtem Wetter. Die Vereinsvorsitzende Annegret Bahr nutzte die Eröffnung des Festivals, um langjährige Vereinsmitglieder zu ehren. Seit zehn Jahren dabei sind Anna Lena Dasecke, Dagmar Eichhorn, Lars Höpker, Jessica Kappes, Jan Lintelmann, Jessica Hillmann, Dominik Klotzki, Alexander Schönberger und Matthias Bräuer.

Mit einer Urkunde und Blumen für 15-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Franka und Michael Reisch, Anke Baars, Elke und Roland Komotzki, Christian Hanken, Lukas Heyder, Marion Eilers, und Tim Wesemann.

Zu Ehrenmitgliedern, die künftig keinen Mitgliedsbeitrag zu zahlen haben, wurden Hartmut Brinkmann sowie Herbert und Kurt Oetken ernannt. Sie gehören dem 1969 gegründeten Verein seit 40 Jahren an, sind also Gründungsmitglieder.

Keine Neugründung, aber an einem neuen Standort ist die Filiale der Raiffeisen-Volksbank (RVB) Delmenhorst-Schierbrok in Heide. Vor der Eröffnung am Montag hatten die RVB-Vorstände Wolfgang Etrich und Martin Versemann sowie Aufsichtsratschef Ralf Guttmann bereits Ende vergangener Woche ihre Mitglieder aus Heide sowie die am Bau beteiligten Handwerker zu Sekt und Schnittchen eingeladen. Die Gäste konnten die Räumlichkeiten in Augenschein nehmen und die beiden Mitarbeiterinnen Ilka Meinke und Birgit Quaas kennenlernen, die künftig in Heide ihren Dienst verrichten. Am 12. September präsentiert die RVB ihre neue

Filiale bei einem Tag der offenen Tür der gesamten interessierten Öffentlichkeit.

Die Zeit des Wirtschaftswunders wurde vor den Bewohnern des Altenheims Waldesruh wieder lebendig, als die Theatertruppe „Die Knitterfreien“ zum Gastspiel vorbeischaute. Wolfgang Lorenz besang die „Glocken von St. Marco“ und „Bella Venecia“. Zusammen mit Herta Langenbein und Sylvi Zippler (ovales Bild, von links) bot Lorenz den Zuschauern einen südländischen Potpourri mit Liedern und Texten aus den Zeiten, in denen das Wirtschaftswachstum noch grenzenlos schien. „Die Knitterfreien“ schauspielern und singen seit 1986 zusammen. Sie sind im Bremer Stadtteil Huchting beheimatet. Die Altentheatergruppe ist ein Projekt der Aktion Mensch. Die Senioren sind inzwischen so erfahren, dass Lampenfieber bei den Auftritten eher selten ist.

Aufgeregt war dagegen die Schönemoorer Pastorin Susanne Jürgens. Mit ihrem Gottesdienst wurde am Sonntag das umfangreiche Festprogramm zur Feier des 800-jährigen Bestehens inklusive der Reden der Ehrengäste eingeläutet. Obwohl im vorab verteilten Ablaufplan vorgesehen, wurde das „Vater Unser“ nicht gebetet. Sie hatte es in der Aufregung vergessen. „Und ich schärfe meinen Konfirmanden immer ein, dass es keinen Gottesdienst ohne ,Vater Unser‘ gibt“, räumte sie das Versäumnis am Ende des Gottesdienstes ein.

Für Aufregung – zumindest bei den ganz jungen Besuchern – sorgten waschechte Indianer, die beim Sommerfest im Wichernstift auftraten. Die meisten der 177 Bewohner und mehr als 100 Mitarbeiter nahmen an dem Fest teil, freute sich der Leiter des Altenheims, Friedrich Mohn. Es stand in diesem Jahr unter dem Motto „Ich will ’nen Cowboy als Mann.“ Die Maverick-Line-Dancers, die das Programm bestritten, hatten die Indianertruppe, die auf Tournee durch Europa ist, mitgebracht.

Mit drei ersten Klassen ist die Grundschule Schierbrok ins neue Schuljahr gestartet – und mit drei neuen Lehrkräften. Schulleiterin Karin Rohde freute sich bei der offiziellen Vorstellung am Montag, dass mit Heiko Buchholz auch ein junger Mann dazugehört. Mit ihm haben Kristina Harms und Ute Peters in Schierbrok ihre Arbeit begonnen. Neu dabei ist zudem Referendarin Merle Hoffmann.

Während es in der Schule häufig schwierig ist, sich angesichts des hohen Geräuschpegels verständlich zu machen, hatten die Ehrengäste der 750-Jahr-Feier in Steinkimmen am Sonntag ganz andere Probleme. Von den Reden, in denen Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, Landrat Frank Eger und der Vorsitzende des Ortsvereins, Gerold Cordes, das 750-jährige Bestehen der Ortschaft würdigten, kamen bei den Besuchern nur Wortfetzen an. Der Grund: Die Verstärkeranlage für das Mikrofon hatte offenbar einen Wackelkontakt. Das Publikum ließ sich dadurch aber kaum stören. Schließlich gab es rund um das Dorphus viel zu sehen.

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