• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Nachgefragt: Soll Wardenburg weiter wachsen?

23.08.2019

Wardenburg Wen soll ich wählen? Vor dieser Frage stehen die Bürgerinnen und Bürger am 8. September zur Bürgermeisterwahl. Fünf Kandidaten stellen sich zur Wahl. In unserer fünfteiligen Rubrik „Nachgefragt“ können in den kommenden Wochen alle Kandidaten ihre Ziele, ihre Vorstellungen vom Bürgermeisteramt und ihr persönliches Profil noch einmal genau darstellen. Die Frage der heutigen Folge lautet: Wardenburg hat 17 000 Einwohner. Peilen Sie die Marke von 18 000 an?

Martin Bliefernich, 28 (Die Partei)

Martin Bliefernich (Bild: Renke Hemken-Wulf)

„Auf lange Sicht ist ein Bevölkerungszuwachs in diesem Ausmaß durchaus erstrebenswert, jeder neue Einwohner, jede neue Einwohnerin bedeutet auch einen Zuschuss für die Gemeindekasse, was ja auch nicht außer Acht gelassen werden darf. Ich werde aber nichts übers Knie brechen, wichtig ist, dass der Wohnraum für die Neubürgerinnen und Neubürger sinnvoll geschaffen wird und zuvor eine entsprechende Infrastruktur (Schulen, Kinderbetreuung, Nahversorgung, etc.) vorhanden ist.

Des Weiteren muss ein Bevölkerungszuwachs auch für unser Straßennetz verträglich sein, und darf nicht unseren Straßenverkehr lahmlegen. Auf 1000 neue Einwohnerinnen und Einwohner kommen durchschnittlich 450 Pkw, meiner persönlichen Meinung nach im ländlichen Raum eher mehr.

Fazit: 18 000 Einwohner? – Ja, mit Sinn und Verstand!“

Frank Speckmann, 52 (parteilos)

Frank Speckmann (Bild: Archiv)

„Eine bestimmte Zahl habe ich dazu nicht im Kopf. Ganz klar sage ich aber, dass, wenn die Nachfrage da ist, wir hierauf auch mit weiterer baulicher Entwicklung reagieren sollten. Es ist für mich unverständlich, wenn wir unsere Kinder in Nachbargemeinden abwandern lassen.

Wardenburg ist attraktiv, gerade aufgrund seiner Lage. Dabei brauchen wir auch bezahlbaren Wohnraum und Geschosswohnungsbau, wo es passt. Mehr Einwohner stärken nicht nur die Kaufkraft in der Gemeinde, sie stärken auch die Position der Gemeinde im Finanzausgleich und bringen damit letztlich mehr Geld in die Gemeindekasse. Dabei muss die Infrastruktur, wo das nötig ist, natürlich mitwachsen. Auch eine Bebauung von Hintergrundstücken oder Baulücken und eine maßvolle Eigenentwicklung in den einzelnen Ortschaften sind hier angezeigt.

Insgesamt brauchen wir einen Mix an Stellschrauben, der die Gemeinde Wardenburg als Wohnstandort attraktiv hält.“

Christoph Reents, 54 (parteilos)

Christoph Reents (Bild: Foto- und Bilderwerk)

„Grenzen sind für mich zweitrangig. Wichtig ist, dass alle Generationen in unserer Gemeinde in einem möglichst optimalen Umfeld leben können. Die Entwicklung der Infrastruktur muss mit der Veränderung der Bevölkerungszahl und der sich verändernden Altersstruktur aufgrund des demografischen Wandels Schritt halten. In jüngster Vergangenheit war das leider nicht der Fall, sodass es jetzt insbesondere im Bereich der Kindergärten, Schulen und Jugend Nachholbedarf gibt. Kinder haben ein Recht auf optimale Betreuung und Bildung.

Die notwendigen Einrichtungen dafür müssen mit hoher Dringlichkeit zeitnah geschaffen werden. Für die Zukunft benötigen wir ein umfassendes Gemeindeentwicklungskonzept mit einer vorausschauenden Planung der Infrastruktur zum Wohl aller Generationen. Dazu gehört für mich auch eine behutsame Entwicklung unserer Ortschaften und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für alle, insbesondere für die jungen Familien aus unserer Gemeinde.“

Thomas Wilde, 56 (Die Grünen)

Thomas Wilde (Bild: Anke Brockmeyer)

„Gemeindeentwicklung ist ganzheitlich zu betrachten, nicht an einer Zahl festzumachen, sondern an einem Leitbild, dass für eine zukunftsweisende und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Wardenburg steht. Als Bürgermeister möchte ich das Leitbild unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, Interessengruppen und Wirtschaftsakteure gemeinsam entwickeln, dabei Kompetenzen aus Rathaus und Gemeinde einbinden. Ich möchte Wardenburg für Menschen in jeder Lebensphase attraktiv gestalten, für junge Familien und die Bedürfnisse älterer Menschen gleichermaßen.

Dabei sind die Auswirkungen auf Infrastruktur und Bauen, auf das Zusammenleben und die Umwelt zu berücksichtigen, maßvoll zu wachsen. Hierzu braucht es ein Gesamtkonzept, um die Gemeinde für die Herausforderungen unserer Zeit fit zu machen. Andere Gemeinden machen es vor, wirken auch wir auf kommunaler Ebene ganzheitlich und der Klimaveränderung entgegen. Ziel: klimaneutrale Gemeinde Wardenburg 2030.“

Ronald Holtz, 48 (SPD)

Ronald Holtz (Bild: Anke Brockmeyer)

„Für mich kann und darf es kein Wachsen „auf Krampf“ geben. „Was kann und will Wardenburg an zusätzlichen Einwohnern verkraften?“ Die Frage kann nicht von einer einzelnen Person beantwortet werden. Schon gar nicht, ohne folgende Fragen zu beantworten:
 Wie viel Boden kann und soll noch versiegelt werden? Boden ist nicht vermehrbar!
 Was kann oder soll die Infrastruktur hergeben?
 Was können oder wollen die Einwohner aus gesellschaftlicher Sicht dazu beitragen?

Die jeweiligen Antworten hängen klar von der Motivation jedes Einzelnen ab, da bin ich mir sicher. So kann es für den einen richtig und wichtig sein, zusätzliches Bauland für den Verbleib der eigenen Kinder in räumlicher Nähe auszuweisen. Für den anderen kommt dies keinesfalls in Betracht. Es wird stark von der zukünftigen Willensbildung abhängen, ob in naher Zukunft ein Zuwachs an Einwohnern verzeichnet werden kann oder nicht. Da sind wir alle gefragt.“

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2730
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.