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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Verkaufspersonal arbeitet ehrenamtlich

10.10.2017

Wardenburg Im Wardenburger Einzelhandel ist dieses Geschäft einzigartig: Ausschließlich Waren, die in der Dritten Welt produziert und fair gehandelt werden, finden sich hier in den Regalen. Von Kaffee und Tee aus Südamerika über Kakao und Holzstatuen aus Afrika bis hin zu Taschen und Kokosschalen aus Asien. Das Verkaufspersonal arbeitet durchweg ehrenamtlich. Und die Erlöse fließen auf kein Unternehmer-Konto, sondern in Projekte, die in armen Erzeugerländern die Produktions- und Lebensbedingungen verbessern sollen – und das schon seit 25 Jahren.

Feier im Rathaus

So lange besteht der Eine-Welt-Laden in Wardenburg – ein Jubiläum, das bei einer Feierstunde mit geladenen Gästen aus Verwaltung, Politik und Gesellschaft im Wardenburger Rathaus gewürdigt wurde. Die Vereinsvorsitzenden der Eine-Welt-Gruppe, Hans-Hermann Büsselmann, Annelie Engel und Cordula Rau, begrüßten viele Personen aus Wardenburg, Hatten und Umgebung, die die 25 Mitglieder starke Eine-Welt-Gruppe und ihren Laden seit Jahren unterstützen.

Die Gründung der Gruppe geht auf das Jahr 1988 zurück. „Damals fanden in Wardenburg erstmals die Dritte-Welt-Wochen statt“, erinnert sich Hans-Hermann Büsselmann. Ein Schuldenturm auf dem Marktplatz sollte nicht nur auf das Ungleichgewicht von Schulden, Zinsen und Entwicklungshilfe hinweisen, sondern auch eine Diskussion in der Bevölkerung auslösen. „Mit der Gründung der Eine-Welt-Gruppe und des Eine-Welt-Ladens ist dieser Teil der Überlegungen erfüllt worden“, so Büsselmann.

Im alten Harms’schen Haus, wo heute das Glockenturm-Café steht, wurde am 2. Februar 1992 der Eine-Welt-Laden eröffnet. Drei Umzüge folgten. Von September 1994 bis Ende Juni 2006 war der Laden im Bramstedt-Haus am Gartenweg untergebracht (heute BSH-Geschäftsstelle) und von August 1999 bis 2017 im ehemaligen Umweltamt neben dem Rathaus an der Eelder Straße. Das zehnjährige Bestehen des Eine-Welt-Ladens wurde übrigens mit Prominenz gefeiert: Fernsehjournalist und Buchautor Franz Alt hielt einen Vortrag.

Nachdem das Geschäft an der Eelder Straße Anfang des Jahres aufgegeben werden musste, weil die Gemeinde dort einen Rathausanbau plant, folgte der Umzug ins ehemalige Juweliergeschäft Eickhoff an der Oldenburger Straße 258. „Am neuen Standort mit größeren Schaufenstern, mehr Verkaufsraum und besserer Lage läuft es wesentlich besser“, sagt Klaus Staschen, der seit 17 Jahren im Laden mithilft. „Der Umsatz ist von April bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 96 Prozent gestiegen“, freut sich Annelie Engel.

Von Anfang an Unterstützung fand der Eine-Welt-Laden durch die Gemeinde Wardenburg, die sich seit 2015 sogar Fair-Trade-Gemeinde nennen darf. Sie zahlt die Ladenkaltmiete, damit von den Erlösen noch etwas für Dritte-Welt-Projekte übrig bleibt.

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Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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