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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Klärwerk-Betriebsleiter: Von Flugabwehrraketen zum Umweltschutz – Peter Hermes geht in Ruhestand

26.02.2020

Wardenburg Wie sehr sich die Arbeitswelt in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, davon erzählt schon der Lebenslauf von Peter Hermes: „Der liegt noch im Original maschinengeschrieben in Ihrer Personalakte“, verriet Bürgermeister Christoph Reents bei der Verabschiedung des langjährigen Betriebsleiters des Klärwerks in Tungeln.

Doch die Digitalisierung ist längst nicht die einzige Veränderung, die Hermes in seinem Berufsleben mitgemacht hat. Ursprünglich war der 63-Jährige Flugabwehrraketen-Elektroniker bei der Bundeswehr in Wiesmoor. Nach seiner Dienstzeit dort ließ er sich zum Ver- und Entsorger ausbilden. „Zu einem Bürojob hatte ich keine Lust“, sagt er. Und so erlebte Hermes den Wandel in der Abwasserentsorgung aus nächster Nähe mit. Während in den ersten Jahren noch ganz selbstverständlich die Klärschlämme auf den Äckern ausgebracht wurden – „Es gab kaum Grenzwerte damals“ –, setzte nach und nach ein Umdenken ein. „Heute ist das ein richtig anspruchsvoller Job mit hoher Verantwortung“, betont Bürgermeister Reents.

Die Anforderungen stiegen sowohl unter Umweltaspekten als auch mit dem Wachsen der Gemeinde. Rund 12 000 Einwohner (heute: 17 000) hatte Wardenburg, als Peter Hermes 1988 die Betriebsleitung des Klärwerks übernahm. Seither hat der Chef mehrere Erweiterungen und Modernisierungen miterlebt und war an der Umrüstung zu einer modernen Anlage maßgeblich beteiligt. „Sie haben sich immer für das Klärwerk eingesetzt und es als Ihre Aufgabe angesehen, dass alles klappt“, betont Bauamtsleiter Frank Speckmann. Doch die Anforderungen bleiben: „Die nächste größere Reinigungsstufe wird die Filterung von Mikroplastik sein“, prognostiziert Hermes’ Nachfolger Sergei Schmidt. Der 33-Jährige hat schon seine Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik unter Hermes’ Leitung absolviert und ist mittlerweile Abwassermeister. Dass er nun die Stelle seines früheren Chefs übernimmt, ist einem Zufall geschuldet: Hermes und Schmidt trafen sich 2014 im Supermarkt, Hermes erwähnte, dass im Klärwerk eine Stelle vakant sei und konnte seinen früheren Auszubildenden, der mittlerweile in einem anderen Betrieb gearbeitet hatte, wieder anwerben.

Hermes freut sich indes darauf, im Ruhestand mehr Zeit für seine Familie zu haben. „Die Mitarbeiter im Klärwerk leisten regelmäßig auch Bereitschaftsdienste – da kommt die Familie zu kurz.“ Künftig wird er den Garten seines Hauses in Achternmeer auf Vordermann bringen, mit seiner Frau Kurzreisen unternehmen und sich Zeit für sein Hobby, die Fotografie, gönnen.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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