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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Faire Preise für Landwirtschaft

03.03.2018

Wardenburg Willi Lemke traf genau ins Schwarze mit seiner Rede auf der Vertreterversammlung des Kreislandvolkverbandes. „Sie machen einen super Job, und Sie haben eine unheimlich große Verantwortung. Wir als Konsumenten vertrauen Ihnen“, betonte der ehemalige Werder-Manager, der nach seiner Zeit als Sportfunktionär nicht nur Senator in Bremen gewesen war, sondern auch Sonderberater des UN-Generalsekretärs. Am Freitag sprach er als Gastredner vor rund 250 Besuchern, die aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus in den Wardenburger Hof gekommen waren.

Für die UN habe er über 120 Länder besucht in den vergangenen Jahren, so Lemke. „Ich glaube nicht, dass irgendjemandem in diesem schönen Land bewusst ist, wie gut es uns geht“, machte er deutlich. Lebensmittel von hoher Qualität und sauberes Trinkwasser seien keine Selbstverständlichkeit. Er habe die Landwirte in der Region als äußerst engagiert erlebt. „Sie wollen Lebensmittel produzieren und nicht erst 125 Formulare ausfüllen – diese Bürokratie nervt unheimlich“, wetterte Lemke. Auch Großhändler und Verbraucher verschonte er nicht mit Kritik: Es müsse einen fairen Prozess geben, in dem Preise festgelegt würden, mit denen die Landwirte sicher investieren könnten, mahnte er an. „Damit das funktioniert, brauchen Sie Respekt und Anerkennung seitens der Gesellschaft – ,Geiz ist geil’ ist da der falsche Weg.“

Insgesamt sei die Marktlage 2017 besser gewesen als im Vorjahr, hatte der Kreislandvolk-Vorsitzende Jürgen Seeger zuvor Bilanz gezogen. Ein Milchpreis von 40 Cent pro Liter, 70 Euro und mehr pro Ferkel – „Damit können wir leben“, zeigte er sich zufrieden. Die Preisschwankungen allerdings erschweren den Landwirten die Kalkulation: Butterpreise, die vom Höchststand von 2,19 Euro pro halbem Pfund auf 1,29 Euro innerhalb von sechs Monaten gesunken sind, bieten nur ein Beispiel von vielen.

Derzeit stelle die neue Düngeverordnung eine große Herausforderung für die Landwirte dar, so Seeger. „Wir hoffen, dass die Bürokratie nicht dazu führt, dass Betriebe aufgeben. Wir brauchen Zeit, das umzusetzen.“

In seinem Grußwort betonte auch Landrat Carsten Harings, es gebe ein gutes Miteinander zwischen Kreis und Landwirten, das „von Respekt und Achtung geprägt“ sei. Beispielhaft dafür sei das Brunnennetz, das gemeinsam mit den Landwirten aufgebaut worden sei. Auf Initiative der Landwirte solle es künftig zudem eine Nitrattiefensondierung geben, bei der die Nitratwerte auch in tieferen Lagen gemessen werden.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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