• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Paradies für Insekten im eigenen Garten

16.04.2019

Wardenburg /Landkreis Oldenburg Kornblumen, Echtes Johanniskraut, Koriander und Weißer Senf: Saatguttüten mit 40 verschiedenen Wildblumen und Kulturpflanzen sollen Insekten in Wardenburg und im gesamten Landkreis Oldenburg reichlich Nahrung bescheren. Die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) will mit dem Projekt „Wildblumen für Insekten“ dem Insektensterben entgegenwirken. Laut Vorstandsmitglied Dr. Uwe Seeber will die BSH somit eigenständig aktiv werden und Privatpersonen animieren, den Schutz der Insekten in die eigene Hand zu nehmen. „Wir können nicht darauf warten, dass die Politik etwas tut“, sagt Seeber. „Das Überleben der Tiere wird von Jahr zu Jahr schwieriger.“

Das Projekt umfasst mehrere Aspekte: Im eigenen Garten können Interessenten mit dem speziell auf die Region abgestimmten Saatgut den Insekten helfen. Eine Tüte reicht für zwei Quadratmeter und kann von April bis Juni ausgesät werden. Dabei ist die Mischung für eine Standzeit von mindestens fünf Jahren abgestimmt, berichtet Seeber. Darüber hinaus ist das Saatgut so ausgelegt, dass von Frühjahr bis Herbst etwas blüht, damit die Insekten über mehrere Monate Nahrung finden.

Und wenn kein Garten vorhanden ist? Laut der BSH ist auch eine Aussaat in einem großen Kübel auf dem Balkon möglich. „Jeder hat eine kleine Ecke frei“, sagt BSH-Mitarbeiterin Kathrin Kroker-Gembler. Unerwünscht sei hingegen die wahllose Aussaat an Wegrändern und auf Grünstreifen ohne eine Rücksprache, berichtet Vorstandsmitglied Antje Reimann.

Die Saatguttüten sowie Infos zur Aussaat sind in der Geschäftsstelle der BSH, Gartenweg 5, in Wardenburg erhältlich. Gegen eine Spende bekommen Interessenten auch eine größere Menge. Das Projekt wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.

Ein weiterer Aspekt des Projekts bildet eine Übersichtskarte: Interessenten können der BSH freiwillig mitteilen, wo die Saat ausgebracht wurde. Eine Karte soll dann einen Überblick über die Aussaatstellen im Landkreis und der Stadt Oldenburg verschaffen. „Wir möchten gerne gezielt einen Verbund haben“, so Seeber. Auch Gartenbesitzer, die nicht das BSH–Saatgut verwendet haben, aber dennoch eine insektenfreundliche Blühfläche angelegt haben, können sich melden und mit Standorten zur Karte beitragen.

Wer Flächen über 20 Quadratmeter in Blühwiesen verwandeln möchte, kann sich an einem Folgeprojekt beteiligen. Bis zum 31. Oktober können Gartenbesitzer, Firmen und Vereine einen Antrag stellen, um Saatgut für größere Flächen zu erhalten. Bis Herbst diesen Jahres werden die Anträge gesammelt und gesichtet, bevor die Aussaat 2020 beginnen kann.


Mehr Infos, Öffnungszeiten und Kontakt zur BSH unter   www.bsh-natur.de 
Lesen Sie ein Spezial unter   www.nwzonline.de/insektenjahr 
Anna-Lena Sachs Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2003
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.