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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Ein Busbahnhof für Wardenburg?

10.03.2018

Wardenburg In seltener Einstimmigkeit sprachen sich die Ratsmitglieder im Ausschuss für Nachhaltigkeit, Umwelt und Energie am Donnerstag dafür aus, einen zentralen Busbahnhof (ZOB) zu planen. Dem vorausgegangen war eine lange Diskussion, an deren Ende ein Kompromissvorschlag stand, mit dem alle Fraktionen leben konnten.

Es gehe zunächst nur darum abzufragen, ob der Umweltausschuss die Planung eines zentralen Busbahnhofs generell mittragen würde, hatte Bürgermeisterin Martina Noske zu Beginn der Sitzung betont. Ziel ist es, den Park-and-Ride-Verkehr (P+R) in der Gemeinde besser zu etablieren und Anreize für Pendler zu setzen. Laut Michael Emschermann, Geschäftsführer der Busbetriebe VWG, ist langfristig geplant, die Busse Richtung Oldenburg im Viertelstundentakt verkehren zu lassen.

Angebot für Pendler

Größter Knackpunkt der Planung: Im Visier der Planer für den ZOB ist das Grundstück des Obdachlosenheims an der Oldenburger Straße 321. Bei einem Busverkehr mit verbesserter Taktung brauche man mehr Parkplätze, um Pendlern ein P+R-Angebot unterbreiten zu können, betonte Frank Schröder von der Bauplanung Nord in Oldenburg, der die Planungsskizze des ZOB vorstellte.

Das erweiterte Fahrplanangebot mit einer modernen Infrastruktur zu ergänzen, sei sinnvoll, betonte Michael Emschermann. Der Standort an der südlichen Oldenburger Straße habe gleich mehrere Vorteile: Der Pendlerverkehr werde vor dem Ort abgefangen, das Grundstück liege direkt an der Oldenburger Straße, hier könnten sechs Busse gleichzeitig und auch Gelenkbusse abgefertigt werden, zudem sei das Gelände im Besitz der Gemeinde. Für Bauvorhaben wie dieses gebe es derzeit Fördermittel, erklärte er. Weiterer Vorteil: Die Größe des Grundstücks gäbe zusätzliche Pkw-Stellplätze her. Darüber hinaus haben die Planer die ehemaligen Verbrauchermärkte in direkter Nachbarschaft für weitere Pkw-Plätze im Blick. Diese Flächen sind allerdings im Privatbesitz.

„Die Parkplätze, die hier mit eingeplant werden, stehen uns gar nicht zur Verfügung“, warnte Armin Köpke (CDU). Das Grundstück des kleineren der beiden Märkte sei der Gemeinde vor einigen Jahren für rund 400 000 Euro angeboten worden – damals habe man nicht zugegriffen.

Den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auszuweiten und mit einem ZOB zu verbinden, sei prinzipiell ein guter Ansatz, waren sich die Ausschussmitglieder sofort einig. Doch die zentrale Frage war: Wo könnte ein geeigneter Standort für eine neue Obdachlosenunterkunft sein? „Bevor wir in die Planung einsteigen, müssen wir wissen, wo das Obdachlosenheim hin soll“, betonte Peter Puschmann (FDP) und sprach damit die Bedenken auch vieler anderer Ausschussmitglieder aus. Ronald Holtz (SPD) warnte allerdings davor, zu lange zu warten und dadurch eventuelle Fördermittel aufs Spiel zu setzen.

Weitere Standort-Ideen

Malte Schröder (CDU) dachte laut über den Marktplatz an der Huntestraße als Busbahnhof-Standort nach und brachte als zweiten Vorschlag ins Spiel, das Obdachlosenheim an seinem jetzigen Standort zu lassen und eine der beiden Verbrauchermarkt-Flächen, die als zusätzliche Parkplätze angedacht sind, zum ZOB zu machen. Die Huntestraße, wurde ihm von Martina Noske und Bauamtsleiter Frank Speckmann beschieden, sei nicht geeignet, langfristig doppelt so viele Busse aufzunehmen wie bisher. Darauf entgegnete Armin Köpke, er wundere sich, dass die Belastung durch den Busverkehr in der Huntestraße plötzlich als so relevant angesehen werde. Die potenzielle Verkehrsbelastung bei einem Umzug von aktiv&irma zum Marktplatz sei zuvor immer kleingeredet worden. „Soll mit dem neuen Busbahnhof durch die Hintertür der Wardenburger Markt freigemacht werden für einen zweiten Anlauf, den Verbrauchermarkt doch noch an diesem Standort anzusiedeln?“, äußerte der CDU-Ratsherr seine Befürchtung.

Nach intensiver Diskussion einigte man sich darauf, zunächst eine Lösung für das Obdachlosenheim zu suchen und erst dann intensiver in die ZOB-Planung einzusteigen.

Anke Brockmeyer
Wardenburg
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2730

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