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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schnitt für 380 Jahre alte Eiche

06.12.2019

Wardenburg Einen neuen Schnitt bekam am Donnerstag die Eiche an der Ecke Oldenburger/Huntestraße. Mehrere Stunden waren Baumkletterer in der mächtigen Krone des als „Popkens Eiche“ bekannten Baums aktiv. „Es handelt sich um eine reine Pflegemaßnahme“, erklärte Jan Feldmann von der Baumkletterei Feldmann in Sandhatten. Lediglich Totholz wurde entfernt, um zu verhindern, dass hinabstürzende Äste Passanten verletzen. Mindestens 380 Jahre alt ist die ortsbildprägende Eiche. Sie gilt als Naturdenkmal, deshalb ist der Landkreis für ihren Schnitt zuständig.

Man nehme an Bäumen wie diesem möglichst wenige Eingriffe vor, so der Baum-Experte. Die Seiltechnik sei für den Baum besonders schonend. „Gerade bei so alten Bäumen ist es wichtig, dass der Schnitt professionell gemacht wird.“ Feldmann und sein Kollege Janosch Heimbucher sind zertifizierte European Tree Worker – ein Titel, der weltweit anerkannt ist.

Zwar könne man Totholz und Schadstellen teilweise von unten sehen, „aber das gesamte Ausmaß lässt sich erst beurteilen, wenn man sich wirklich in der Baumkrone bewegt.“ Trotz der Trockenheit der vergangenen zwei Sommer sei die Eiche in einem guten Zustand. Allerdings: „Bäume können Trockenheit zunächst oft gut kompensieren – die Schäden machen sich nicht selten erst nach Jahren bemerkbar“, wissen die Baumkletterer.

Mindestens zu dritt sind die Profis vor Ort: Zwei Kletterer sind im Baum, ein Kollege behält die Umgebung um den Arbeitsbereich im Blick. „Ich bin für die Sicherheit der Passanten zuständig, passe auf, dass sich die Seile nicht verheddern oder nehme Äste entgegen, die abgeseilt werden“, umreißt Anders Jenckel seinen Part als „Bodenpersonal“, wie er es selbst augenzwinkernd nennt. „Der Kollege am Boden ist ganz wichtig“, betont Jan Feldmann. Dass grundsätzlich zwei Arbeiter im Baum sind, dient der Sicherheit der Kletterer: Verletzt sich der eine, muss der andere sofort Rettungsmaßnahmen einleiten. „Im Baum bewusstlos zu werden, kann innerhalb von fünfzehn Minuten tödlich sein, weil die Blutzirkulation aufgrund der Aufhängung nicht gewährleistet ist“, erklärt Janosch Heimbucher. Deshalb gehören auch regelmäßige Rettungsübungen zum Arbeitsalltag.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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