• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Schippen für den Erhalt von Biotopen

22.03.2018

Wardenburg Temperaturen um die drei Grad nehmen die Mitglieder des Vereins Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) gern in Kauf, wenn es um ihre Obstbäume geht. 70 Bäume stehen auf der seit 25 Jahren vom Forstamt Ahlhorn gepachteten Wiese am Waldweg bei Wardenburg. Am Mittwochvormittag stand dort ein besonders ambitioniertes Vorhaben auf dem Programm.

„Der Plan ist alle Baumscheiben heute freizulegen und die Bäume anschließend mit Dünger zu versorgen“, erzählte Kathrin Kroker, Vorstandsmitglied des Vereins. Gedüngt wurde mit Kompost. „Aber wir müssen natürlich sehen, wie weit wir kommen“, fügte sie mit einem Lächeln hinzu. Oberste Priorität hatte an diesem Vormittag allerdings die Neuverpflanzung von acht Obstbäumen. Darunter waren vier Apfel- sowie drei Zwetschgenbäume und ein Pflaumenbaum. Die alten Bäume seien abgestorben und mussten daher ausgetauscht werden.

Ziele des Vereins

Die Biologische Schutzgemeinschaft wurde vor über 40 Jahren, 1976, als gemeinnütziger Verein in der Hochschule Vechta gegründet. Die Landesgeschäftsstelle befindet sich seit 2001 in Wardenburg. Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Unterstützt werden die Projekte des Vereins durch den Naturschutzverband Niedersachsen (NVN) mit Sitz in Hannover.

Zum Verein

Die Geschäftsstelle der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) befindet sich am Gartenweg 5, Wardenburg, Telefon  04407/5111

Die BSH ist auf Spenden angewiesen. Weitere Informationen dazu, finden sich auf der Webseite des Vereins.

   

   www.bsh-natur.de

Die BSH hat es sich zur Aufgabe gemacht die Erhaltung wildlebender Pflanzen und Tiere, sowie selten gewordene Arten zu erhalten. Dies soll durch den Kauf und Aufbau von Ruhezonen sowie den Erhalt und die Pflege von Biotopen gelingen. Im Laufe der Jahre konnte der Verein beispielsweise dank Spenden über zwölf Obstbaumwiesen mit mehr als 1000 Bäumen errichten. Der BSH engagiert sich bei verschiedensten Projekten. Derzeit hat der BSH 750 zahlende Mitglieder. „Wir wünschen uns noch mehr aktive Mitglieder“, sagte Kroker. Aktionen wie das Pflanzen der Obstbäume sind sehr zeitaufwendig, das schreckt ab. Um bereits geschaffene Biotope zu pflegen, suche der Verein stets den Schulterschluss mit der Gemeinde oder den Landfrauen. Kroker selbst war über ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr zum BSH gekommen. Danach folgte ein Studium der Forstwissenschaften.

Gesponsort wurden die neuen Bäume auf der Streuobstwiese am Waldweg von einer Baumschule und einem Bio-Imker. Vom Experten der Baumschule gab es so gleich Tipps zum Anpflanzen. Um den neuen Bäumen Halt zum Anwachsen zu geben, waren mehrere Holzpfähle nötig. Sie sorgten für Stabilität. Hinzu kam noch eine besondere Schutzhülle für den Stamm. „Wir befinden uns ja quasi in einem Wald. Da ist es wahrscheinlich, dass Rehe die neuen Bäume anknabbern“, wusste Kroker.

Besonderes Anliegen

Für Leute, die ein Stück Umwelthilfe in ihren Alltag integrieren möchten, hat der Verein einfache Tipps parat. Ein großes Thema ist und bleibt das Insektensterben. „Wir planen noch in diesem Jahr einen Flyer herauszubringen, wie Leute ihren Garten, Balkon oder auch nur Vorgarten insektenfreundlich gestalten können“, erzählte Kroker. „Wilde“ Ecken im Garten zulassen und der Verzicht auf Spritzmittel würden schon helfen.

Tatiana Gropius
Volontärin, 2. Ausbildungsjahr
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.