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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Auf leisen Sohlen um den Tweelbäker See

27.07.2019

Wardenburg /Tweelbäke Die Halfter an der Wand sehen so winzig aus, dass hier unmöglich ein Ponykopf hineinpassen kann. Muss auch nicht. Denn sie gehören den sieben Alpaka-Hengsten von Kerstin Hayen. Gemeinsam mit ihrem Partner Matthias Ahlers hält sie seit rund vier Jahren Alpakas in der Nähe des Tweelbäker Sees. Und weil sie inzwischen eine richtige Leidenschaft für die wolligen Kleinkamele entwickelt hat, gibt sie das gerne weiter: bei ihren geführten Alpaka-Spaziergängen.

Aktion des Ferienpasses

Acht Mädchen aus Wardenburg stehen in dem Stall auf dem Alpaka-Hof am Deichweg. Die Jugendpflege hatte im Rahmen der Ferienpassaktion den Spaziergang organisiert und die Teilnehmerinnen sind begeistert. Sie sind zwischen zehn und 13 Jahren alt, manche von ihnen sind nicht zum ersten Mal hier. In einer rund anderthalbstündigen Tour umrundet die kleine Karawane gemächlich den Tweelbäker See. „Die Alpakas können auch schneller. Doch sie sind sehr ruhige und entspannte Tiere“, erklärt Kerstin Hayen. Der Leithengst Jonny läuft vorne, das versteht sich von selbst.

Leidenschaft für Kamele

„Angefangen hat alles als fixe Idee“, denkt Hayen zurück. Als sie auf den Hof ihres Freundes zog, auf dem der Vater noch Landwirtschaft betreibt, hatte sie zwar schon ein Faible für Kamele und deren Verwandte, doch dass sie die sogenannten Schwielensohler aus den Anden mal wirklich selbst besitzen würde, das hatte sie eigentlich nicht erwartet. „Es war eine Verkettung glücklicher Umstände“, resümiert sie heute. Eine Alpaka-Farm in Rastede wollte aufhören, ihr Versicherungsberater kannte ihren Wunsch und schon war die Verbindung hergestellt.

Leider ausgebucht

Kerstin Hayen bietet das ganze Jahr über Spaziergänge mit ihren Alpakas an, überwiegend jedoch im Sommer. Da sie das Ganze als Hobby betreibt, sind es immer Wochenenden.

Interessierte können dafür auf ihrer Webseite Wochenenden buchen oder Gutscheine erwerben.

Für 2019 sind jedoch schon alle Termine vergeben. Wer einfach mal ein Blick auf die niedlichen Tiere werfen will, kann online schauen unter

    https://alpakas-vom-see.de/

Zufällig gestartet

„Gestartet sind wir mit zwei Hengsten und zwei Stuten“, erzählt Hayen. Nach und nach habe es sich entwickelt, dass die Tiere im April einmal geschoren und ihr Fell, das heißt in der Fachsprache Vlies, verarbeitet werde. „Ich habe mich da Stück für Stück eingearbeitet“, so Hayen. Aber das Fieber habe jetzt auch ihren Partner gepackt. „Wir züchten jetzt sogar selbst und suchen für unsere Stuten die qualitativ hochwertigsten Deckhengste aus“, ist die Expertin stolz.

Was braucht denn so ein Alpaka? „Es sind vor allem Herdentiere. Unter dreien sollte man sie nicht halten. Da sie ursprünglich in Ländern wie Chile, Peru, Bolivien und Argentinien zu Hause sind, ist viel Raufutter wichtig“, klärt Kerstin Hayen auf. Das heißt im Klartext: Die Tiere leben im Offenstall, bekommen Heu und Stroh zu fressen, hin und wieder ein wenig Mineralfutter, damit sie optimal versorgt sind. Leckereien wie Äpfel, Möhren sind tabu: „Dafür ist ihr Magen viel zu empfindlich“, weiß Hayen.

Verschiedene Charaktere

Die Wardenburger Mädels scheinen glücklich. Die Alpakas stapfen in einer Seelenruhe neben ihnen her, manche lassen sich richtig gern kraulen. „Das ist, wie bei allen anderen Tieren. Charakterlich sind sie komplett unterschiedlich. Manche sind schlauer, andere mutiger oder neugieriger und zutraulich“, begründet Hayen, wieso der Hengst Jack zwar ganz lieb ist, sich aber nicht so gern knuddeln lassen mag. Dabei ist jedoch keine Vorsicht geboten, wie manch einer vielleicht denken mag. „Die ziehen sich höchstens etwas zurück. Spucken tun sie nicht“, beruhigt Kerstin Hayen.

Bevor die kleine Karawane am Melkus am Deichweg ankommt, um eine Pause zu machen, gibt es Gelächter: Alpaka Sam hat sich einfach hingelegt und macht selbst schon mal Pause.

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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