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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Umweltschutz In Wardenburg: Nitrat: Bestnote für früheres Schlusslicht

07.12.2019

Wardenburg Jahrelang war er in den Negativschlagzeilen, jetzt ist der Brunnen in Achternholt unter die Musterknaben gegangen: 2016 wies der Brunnen an der Straße Zum Rahen den Höchstwert im gesamten Landkreis von 298 mg Nitrat pro Liter Wasser auf. Bereits ein Jahr später war der Nitratwert auf 170 mg/l gesunken, 2018 sogar noch weiter. Aktuell gehört der Brunnen mit 6,3 mg/l zu den „Saubermännern“. „Er ist der einzige Brunnen im Landkreis mit einem so extremen Rückgang der Nitratwerte“, bestätigt denn auch Gerrit Finke vom Amt für Bodenschutz und Abfallwirtschaft. Das Grundwasser, so erklärt der Experte, stehe an dieser Stelle bereits in einem Meter Tiefe. Dadurch schlügen Veränderungen sehr schnell durch. Und: „Wir wissen, dass ein Nutzer der dortigen Flächen seine Düngung erheblich reduziert hat.“

Ob die zwei trockenen Sommer 2018 und 2019 Auswirkungen auf die niedrigeren Messwerte haben, vermag Finke nicht zu sagen. „Wir haben unsere Messungen im Mai dieses Jahres
durchgeführt – das war vor der Trockenheit im Sommer.“ Allerdings schließe er nicht aus, dass die niederschlagsarmen Sommermonate 2018 durchaus Einfluss gehabt haben könnten. Es sei jedoch nicht vorrangiges Ziel der regelmäßigen Messungen, die Ursachen zu ergründen. „Aber in Extremfällen wie diesem gucken wir schon genauer hin, welchen Grund der Rückgang haben kann“, sagt Finke.

Eigentlich geht es bei den Messungen des Landkreises in erster Linie darum zu dokumentieren, wie hoch die Nitratwerte an den einzelnen Messstellen sind. 2013 hatte der Landkreis das eigene Messprogramm zur Grundwassergüte gestartet. Dabei nehmen die Fachleute das sogenannte „junge Grundwasser“ unter die Lupe, das sich in den vergangenen drei bis fünf Jahren gebildet hat und entsprechend Aufschluss gibt über die Nitratbelastung der jüngsten Vergangenheit. Fünf Brunnen in der Gemeinde Wardenburg werden seither jährlich überprüft. Auch wenn der „Problembrunnen“ jetzt gut abgeschnitten hat, bleibt der hohe Nitratgehalt im Grundwasser insgesamt ein großes Problem. „Es gibt absolut keine Entwarnung“, macht der Fachmann deutlich.

Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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