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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Rückblick auf ein schwieriges Jahr für die Landwirte

12.04.2019

Wardenburg Noch bevor Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwochabend beim Kreislandvolk Oldenburg als Gastredner vors Mikrofon trat (die NWZ berichtete), hatte der Verband noch seine jährliche Vertreterversammlung abzuwickeln. Gestärkt mit einem gesunden Milch-Mixgetränk, das Melkhus-Betreiberin Gunda Döbken verteilte, arbeiteten Vorstand, Geschäftsführung und Delegierte die Tagesordnung ab.

Gleich zu Beginn sprach Kreislandvolkverbands-Vorsitzender Jürgen Seeger von einem „schlimmen Jahr 2018“ bedingt durch die lang anhaltende Trockenheit. Die habe vor allem die Milchvieh-Halter getroffen: Der Mangel an Gras und gutem Mais habe sie gezwungen, Futter zuzukaufen. Vom Dürrehilfe-Programm hätten nur wenige Betriebe profitieren können; zudem lief die Auszahlung nur sehr schleppend in Teilabschlägen, da der Fördertopf „überbucht“ gewesen sei. „In den Läden bekommt keiner etwas von so einem Dürrejahr mit, aber uns hängt es noch nach“, bedauerte Seeger.

Neue Vertreter

Personelle Veränderungen gab es bei den Vorstandsmitglieder: Als Vertreter für die Gemeinde Großenkneten wurde Eike Grotelüschen (Pallast) gewählt mit seinem Stellvertreter Marc Nienaber (Husum). Neuer Vertreter für die Gemeinde Hude ist Ingo Wachtendorf (Hude), sein Stellvertreter Renke Dählmann (Lintel). Den Bereich der früheren Gemeinde Hasbergen vertreten Torben Hakemann (Schohasbergen) und sein Stellverterter Helmut Welling (Iprump).

Ausgeschieden aus dem Finanzausschuss ist Thomas Siemer aus Ahlhorn. Für ihn rückte Jörg Brandes aus Littel nach. Neuer Rechnungsprüfer ist Henning Behrens aus Halenhorst.

Ebenfalls zugesetzt hätten den Landwirten niedrige Erlöse bei Schlachtvieh, immer teurer werdende Flächen – egal ob gekauft oder gepachtet – sowie die angedachte Verschärfung der Düngeverordnung, die „auf der Fläche noch mehr Druck ausübt“. Seinen Protest gegen die geplante Verordnung habe der Kreislandvolkverband Oldenburg bei seiner Teilnahme an den Demos in Hannover und Münster zum Ausdruck gebracht.

Kreislandvolkverbands-Geschäftsführer Bernhard Wolff erinnerte daran, dass schon 2017 die Düngeverordnung verschärft worden sei, die den Betrieben bereits viel abverlange. „Wir brauchen dringend eine sachliche Beurteilung der gemeldeten Nitratmessstellen. Von irgendwelchen selbst ernannten Wasserexperten distanzieren wir uns ausdrücklich“, betonte Wolff. Als „gutes Beispiel für kooperative Arbeit“ nannte Bernhard Wolff die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Oldenburg. Mit ihm wurde vereinbart, Brunnen mit überhöhter Nitratbelastung mindestens fünf Jahre lang intensiver zu analysieren. Auch Ehrengast 1. Kreisrat Christian Wolf zeigte sich angetan von der „konstruktiven und faktenorientierten Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Kreisverwaltung“.

Unzufriedenheit äußerte das Landvolk über die Darstellung der Landwirtschaft in den Medien. „Vor allem in den sozialen Medien schlägt uns starker Wind entgegen“, ärgerte sich ein Landwirt. Und so kam aus der Versammlung die Anregung, vermehrt „Profis ranzulassen“ und die Öffentlichkeitsarbeit, vor allem auf Landes- und Bundesebene, zu intensivieren.

Ganz Profi als Landwirt und bei vielen Aktivitäten des Landvolks dabei ist Dirk Boltes aus Oldenburg. Für seine besonderen Verdienste ehrte ihn deshalb Jürgen Seeger mit der Silbernen Ehrennadel des Kreislandvolkverbandes.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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