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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mit Genossenschafts-Idee gegen den Mietwucher

16.05.2019

Wardenburg Dem Mietwucher etwas entgegensetzen und günstige Wohnungen anbieten, die auch Menschen mit geringerem Einkommen bezahlen können – das ist die Grundidee eines genossenschaftlichen Wohnungsbauprojektes. Detlef Bollmann verfolgt diese Idee bereits seit anderthalb Jahren; am Dienstagabend hatte der Wardenburger Grünen-Ratsherr mit Gleichgesinnten zu einem Info-Abend in den Wardenburger Hof eingeladen.

Henning Hoffmann vom Genossenschaftsverband Weser-Ems war gekommen, um den rund 40 interessierten Zuhörern zu erklären, was eine Wohnungsbaugenossenschaft ist, wie sie funktioniert und welcher Schritte es bedarf, sie zu gründen.

„Eine eingetragene Genossenschaft (eG) ist eine demokratische Gesellschaftsform, bei der jedes Mitglied eine Stimme hat, unabhängig von der Anzahl seiner Geschäftsanteile“, erläuterte Hoffmann. Mitglied wird, wer Genossenschaftsanteile kauft, die verlässlich verzinst werden. Die Mitglieder geben sich eine Satzung und wählen aus ihren Reihen Aufsichtsrat und Vorstand als Kontroll- und Leitungsorgane. Eingestellt werden darf ein Geschäftsführer.

Da Genossenschaften zugleich wirtschaftlich tätige Unternehmen seien, so Hoffmann, sei ein Wirtschaftskonzept notwendig. Weil allein das Kapital der Bewohner einer genossenschaftlichen Wohnanlage nicht ausreiche, um das Bauprojekt zu verwirklichen, bedürfe es weiterer Geldgeber, die das Vorhaben aus ideeller oder sozialer Motivation unterstützten, ohne hohe Kapitalerträge erzielen zu wollen. Auch die Gemeinde Wardenburg müsse überlegen, ob es nicht auch ihre Aufgabe sei, günstigen Wohnraum, beispielsweise durch die günstige Abgabe von Grundstücken, zu unterstützen, so Detlef Bollmann. Örtliche Unternehmen habe er bereits angesprochen. „Haben Sie denn schon Bauland im Auge, das bezahlbar ist?“, wollte eine Zuhörerin wissen. Nach einigem Zögern nannte Bollmann ein mögliches Grundstück im geplanten Baugebiet Stapelriede.

„Die Idee finde ich grundsätzlich gut, aber zuerst braucht es einige starke Kapitalgeber, sonst halte ich das Ganze für fast unmöglich“, meinte Bürgermeister-Kandidat Christoph Reents (parteilos). Detlef Bollmann sah die Reihenfolge anders: „Entscheidend ist die Idee und wir müssen dafür sorgen, dass sie trägt, um damit andere als Partner zu gewinnen.“

Etwa die Hälfte der Anwesenden bekundete ihr weiteres Interesse an einem genossenschaftlichen Wohnbauprojekt. Als nächsten Schritt soll ein Flyer entworfen werden, der die Idee weiter in die Gemeinde trägt.

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Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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