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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Weitere 13.500 Puten in Hude werden getötet – Stallpflicht in ganz Niedersachsen

30.12.2016

Hude /Oldenburg Keine Entwarnung an der Gefügelpest-Front. Nachdem gerade erst in einem Huder Bestand 22.300 Puten getötet wurden, weil das hochansteckende Vogelgrippe-Virus festgestellt wurde, gibt es schon die nächste schlechte Nachricht.

Ein neuer Verdachtsfall, ebenfalls in Hude. Das teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit.

Bestätigt wurde der Verdachtsfall vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg, das den Vogelgrippevirus H5 schon am Mittwochabend identifizierte.

Laut Landwirtschaftsministerium handelt es sich um weitere 13.500 Tiere, die in Hude getötet werden müssen.

Wegen der Vogelgrippe besteht indes jetzt eine Stallpflicht für Geflügel in ganz Niedersachsen. „Zu 100 Prozent“, betont Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) beim Besuch des Laves in Oldenburg am Donnerstag. Auch der letzte Landkreis habe eine Aufstallung angeordnet. Das hochgefährliche Virus H5N8 wurde bislang in sechs kommerziellen Betrieben in Niedersachsen entdeckt. „Deshalb mussten schon 178.000 Tiere getötet werden“, erläutert Agrarminister Meyer. Putenbestände sind besonders betroffen.

Mittlerweile habe sich das Virus in 15 europäischen Ländern und bundesweit bis auf das Saarland verbreitet, sagte Meyer. Die Laves-Mitarbeiter hatten Tausende von Proben auch während der Feiertage untersucht und die Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche koordiniert. Meyer erwartet kein schnelles Abklingen der Seuche. „Es ist noch nicht vorbei. Wir kriegen es nicht ausgerottet. Aber wir müssen Großausbrüche verhindern.“

Faktoren wie stürmischer Wind und Kälte könnten die Ausbreitung begünstigen. Weitere Risiken seien Staub, Mäuse, Wildvögel, Futter, Lkw-Transporte und der Faktor Mensch. „Nicht immer ist das Personal gut ausgebildet, wenn etwa Werkvertragsarbeiter im Akkord Ställe säubern“, sagte Meyer.

Der Minister appellierte erneut an Tierhalter, alle Sicherheitsmaßnahmen wie Desinfektionen und Kleiderwechsel penibel einzuhalten. Hilfreich seien auch mehr Schlachtungen, zeitweilige Leerstände von Ställen sowie die Reduzierung und Auflockerung der Bestände. Denn bisher sind vor allem große Putenbetriebe in den Geflügel-Ballungszentren der Landkreise Oldenburg, Cloppenburg und Vechta betroffen. Insgesamt sollen in Niedersachsens Ställen 100 Millionen Stück Geflügel leben.

„Zum Glück sind noch keine Fälle bei Legehennen bekannt“, sagte Meyer. Er befürchtet aber wirtschaftliche Einbußen, wenn die Kennzeichnungspflicht bei Freiland-Eiern nicht gelockert wird. Bisher sind maximal zwölf Wochen bei der Aufstallung von Legehennen erlaubt. Der Minister kündigte Gespräche mit dem Bund an, um Ausnahmeregelungen zu erreichen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
04408 9988 2721
Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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