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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wenn Beruf zur Berufung wird

14.11.2016

Landkreis Mit 230 Gästen hat die Freisprechungsfeier mit Ball der Landwirtschaftskammer deutlich mehr Resonanz erfahren als im vergangenen Jahr. Entsprechend gut gelaunt war Kreislandwirt Jürgen Seeger am Freitagabend im Gasthaus Kempermann in Großenkneten, wo er als Festredner Kammerdirektor Hans-Joachim Harms begrüßte. Ihre Zeugnisse und Urkunden erhielten 18 Junglandwirte, drei Landwirtschaftmeister, fünf Tierwirte und 23 Hauswirtschafterinnen.

Seeger berichtete, dass die Zahl der Ausbildungsverträge in der niedersächsischen Landwirtschaft kontinuierlich gestiegen sei. Vor zehn Jahren seien es 1500 gewesen, heute 1900. Zwei Drittel der Auszubildenden seien Hoferben, ein Drittel käme nicht aus der Landwirtschaft. „Bei diesen Ausbildungszahlen kann das Image nicht so schlecht sein“, meinte er.

Die wirtschaftliche Situation entwickele sich nach einem schlechten Jahr wieder positiv. Die Milch- und Schweinepreise hätten wieder angezogen. Weltweit steige die Nachfrage. „Wir können mit dem Auf und Ab der Preise leben, ebenso mit dem Wetter. Aber nicht leben können wir mit den politischen Rahmenbedingungen“, kritisierte der Kreislandwirt die „zu vielen Auflagen“.

Über das Thema „Zukunftsgestaltung durch begeisternde Berufsausbildung“ sprach Kammerdirektor Harms. „Seien sie kritisch, kreativ und zuversichtlich“, gab er den Berufsabsolventen mit auf den Weg. „Ihre Berufe haben Zukunft.“ Er beschrieb das duale Ausbildungssystem mit 328 Lehrberufen in Deutschland, um „das die Welt uns beneidet“. Um den modernen Herausforderungen der Berufswelt gerecht zu werden, müssten die Ausbildungen immer wieder angepasst werden. In den vergangenen zehn Jahren seien 130 Berufsordnungen novelliert und 20 Ausbildungen neu geschaffen worden. „Nur dadurch sichern wir uns unseren Wohlstand“, so Harms.

Ein neues Thema sei die „offene Hochschule“. Dabei gehe es darum, jungen Leuten mit Ausbildung den Weg an die Hochschulen zu ebnen und Studienabbrecher in den Ausbildungsmarkt zu integrieren.

Als bester Landwirt wurde Marc Lüdeke aus Rethorn ausgezeichnet, als beste Hauswirtschafterin Sabine Pilawa aus Wiefelstede. Lüdeke hatte die Lacher auf seiner Seite, ganz nach dem Motto seines Ausbilders: Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag. Der 19-Jährige erzählte nicht nur davon, dass er seine Rede beim Melken schon mal vor seinen Kühen geprobt habe, sondern auch von der Bedeutung des Lebens in der Ausbildungsfamilie.

Lüdeke nahm kein Blatt vor den Mund: „Die Bevölkerung stellt uns Landwirte wie Verbrecher dar, die Politiker machen mit uns, was sie wollen.“ Das sei nicht in Ordnung. Landwirt zu sein, sei kein Beruf wie jeder andere, sondern eine Berufung. „Wir brauchen uns nicht klein machen zu lassen, wir wissen, was wir können.“ Für ihn habe die Landwirtschaft Zukunft. Doch Wissen sei Macht und werde in der Branche die Spreu vom Weizen trennen.

Die neuen Landwirte, landwirtschaftsmeister, Tierwirte und Hauswirtschafterinnen

Landwirte: Wilm Brandes, Wardenburg (Ausbildungsbetriebe: Ernst August Brandes, Wardenburg, Gert van Eijden-Scholman, Berne-Huntebrück); Lena Dannemeyer, Ganderkesee (Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft, Delmenhorst; Jörg Stubbemann, Delmenhorst-Schohasbergen; Rainer Fortmann, Ganderkesee-Bürstel); Hendrik Einemann, Tungeln (Jürgen Einemann, Tungeln; Heiner und Helge Möhlenpage, Littel; Karin Hanken, Bookholzberg); Justin Fricke, Herzberg (Jörg Vallan, Winkelsett; Klaus Waller, Kranenburg); Marten Gramberg, Hude (Heiner und Helge Vosteen, Neerstedt; Ralf Oltmann, Dötlingen), Ramona Harms, Ganderkesee-Bürstel (Heye Haßbargen, Aurich; Joachim Niebuhr, Asendorf); Fabian Janßen, Bremen (Frank Drieling, Berne; Dieter und Stefan Meyer-Jacob, Kirchseelte); Lukas Klostermann, Hölingen (Peter Wreesmann-Grever, Lastrup-Schnelten; Eike Bruns, Westrittrum; Bert Mahlstedt, Reckum; Volker Rohlfs, Beckeln); Marc Lüdeke, Ganderkesee-Rethorn (Wilfried und Dennis Wieting, Hude; Frank Drieling, Berne; Carsten Strudt­hoff, Ganderkesee); Henrik Lange, Ganderkesee (Clemens Olliges, Friesoythe; Hubert Lammertmann, Glandorf); Simon Pape, Hude (Heinz und Frank Emke, Wüsting; Uwe Sudbrink, Hude); Phillip Penniggers, Handrup (Heinz-Günter und Oliver Höfel, Brettorf; Johannes Hungeling, Emsbüren), Arne Rible, Wittmund (Wilfried und Dennis Wieting, Hude; Hinrich Juilfs, Wittmund; Wolfgang Franke, Ochtersum); Dennis Spille, Colnrade (Dieter und Stefan Meyer-Jacob, Kirchseelte; Helmut und Joachim Sander, Beckeln); Alfred Gier, Wildeshausen); Lutz Ulferts, Südbrookmerland (Richard Ulferts, Südbrookmerland; Meike und Johannes Stolle, Hockensberg); Tjark von Döhlen, Langen (Onno Osterloh, Ganderkesee; Detlef Budke, Cuxhaven); Hauke Wittgräfe, Prinzhöfte (Ralf Oltmann, Dötlingen; Onno Osterloh, Ganderkesee); Christoph Wolter, Prinzhöfte (Urte Kolweyh, Winkelsett; Heinz-Günter und Oliver Höfel, Brettorf)

Landwirtschaftmeister: Corinna Tönjes, Jannis Witte, Jacqueline Tönjes (alle aus Hude)

Tierwirt – Fachrichtung Geflügelhaltung: Lukas Beger (Cloppenburg), Johannes Cloppenburg (Bösel), Markus Genge (Gardelegen), Christian Peters (Rotenburg), David Zamora (Reeßum)

Hauswirtschafterinnen (Prüfung nach § 45.2): Sonja Berger (Rastede), Britta Fritzsche (Bad Zwischenahn), Dana Geuzendam (Wildeshausen), Irina Witko (Wildeshausen), Kin Man Wong (Wardenburg), Li Zhou (Rastede), Helena Samozhenov (Wiefelstede), Alice-Ramona Leca (Edewecht), Sabine Pilawa (Wiefelstede) und Christina Poel (Hatten) sowie Rafiga Agaeva, Barbara Heidemann, Astrid Horst, Salima Kleemann, Marion Kracke, Bianca Lemkemeyer, Martina Martens, Wefa Osso, Thi Phi Phoung Pham, Anya Poneleit, Gabriele Ratzka, Sras Raupach, Bettina Specht (alle aus Oldenburg)

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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